Abschied

Erndtebrück: Pfarrer Stefan Berk nimmt Abschied

Dieses Archivfoto zeigt die drei Erndtebrücker Pfarrer Kerstin Grünert, Jaime Jung und Stefan Berk (von links) Mitte März an jenem Morgen vor ihrer Kirche.

Dieses Archivfoto zeigt die drei Erndtebrücker Pfarrer Kerstin Grünert, Jaime Jung und Stefan Berk (von links) Mitte März an jenem Morgen vor ihrer Kirche.

Foto: Jens Gesper

Pfarrer Stefan Berk legt sein Amt nieder. Das Wohnhaus ist bereits verkauft. Die Suche nach einem Nachfolger beginnt.

Erndtebrück. Während die Veränderungen durch den Weggang des scheidenden Superintendenten Stefan Berk für den Kirchenkreis Wittgenstein erst noch spürbar werden, sind diese in der Kirchengemeinde Erndtebrück bereits greifbar. Auch wenn er kürzlich – so wie sonst immer – den Gemeindegottesdienst in Erndtebrück hielt, so ist das Wohnhaus doch schon verkauft. Er ist mit seiner Ehefrau Uli bereits nach Bielefeld gezogen. Die übliche Residenzpflicht, also die Verpflichtung von Pfarrern, in ihrer eigenen Kirchengemeinde zu wohnen, hat die Evangelische Kirche von Westfalen aufgehoben.

Nichtsdestotrotz behält Berk seine Erndtebrücker Pfarrstelle noch bis Ende Januar. Denn erst Mitte September wird die Synode des Wittgensteiner Kirchenkreises über die Nachfolge im Amt des Superintendenten entscheiden und am Monatsende werden die Amtsgeschäfte übergeben. Danach absolviert Stefan Berk – wie schon einige andere Kollegen aus der Wittgen­steiner Pfarrerschaft in den vergangenen Jahren – ein Kontaktstudium.

Änderungen der Kontaktdaten

Die Fortbildungsordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen besagt: „Sind seit Beginn des Probedienstes mindestens zehn Jahre vergangen, kann die Pfarrerin oder der Pfarrer ein einsemestriges Kontaktstudium an einer Evangelisch-Theologischen Fakultät oder einer Kirchlichen Hochschule beantragen.“ Die zeitlichen Voraussetzungen hat Stefan Berk locker erfüllt. Sein dreimonatiges Kontaktstudium führt ihn bis Ende Januar an das Institut für Diakoniewissenschaft und Diakonie-Management an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel. Für die Abläufe hier vor Ort bringt das in den nächsten zwei Monaten kaum Veränderungen mit sich. Denn wie schon in den vergangenen Jahren erreicht man Stefan Berk auch weiterhin unter 0151/4675 1995, auch wenn er gerade nochmal ein paar Tage Urlaub hat. Unter seiner alten Erndtebrücker Festnetz-Dienstnummer (02753/2461)jedoch erreicht man ihn nicht mehr.

Aber man landet weiterhin in der Evangelischen Kirchengemeinde: Pfarrer Jaime Jung, als Synodalvikar zur Entlastung des in Wittgenstein nebenamtlichen Superintendenten hier vor Ort, ist seit 1. August unter eben dieser Telefonnummer zu erreichen – und zwar nur noch darunter. Die im Gemeindebrief angegebene siebenstellige Telefonnummer ist abgeschaltet. Ansonsten ändert sich an den Kontaktdaten in der Kirchengemeinde nichts.

Die Suche nach einem Nachfolger

Die Nachfolge bei Stefan Berks Telefonnummer ist also geklärt, die Nachfolge in der Pfarrstelle nicht. Denn wie schon Oliver Günther vor ein paar Jahren bei seinem Weggang aus der Feudinger Kirchengemeinde eine halbe Pfarrstelle mitnahm und genau wie Dieter Kuhli kommendes Jahr bei seiner Pensionierung eine halbe Pfarrstelle aus der Laaspher Kirchengemeinde mitnimmt, genauso wird es auch mit Stefan Berk und Erndtebrück sein.

Das örtliche Presbyterium wird sich nun unter dem Vorsitz von Pfarrerin Kerstin Grünert um die Ausschreibung der verbleibenden halben Stelle Gedanken machen – für die Zeit, nachdem im Januar Stefan Berks ganze Pfarrstelle endgültig ausgelaufen ist.

Stefan Berk aber hat in seinem Verabschiedungsbeitrag im aktuellen Gemeindebrief eine deutliche Perspektive formuliert: „Ich bin sicher, dass Kerstin Grünert in Erndtebrück an der richtigen Stelle ist. Und ich hoffe, dass es uns gelingt, Jaime Jung hier zu halten.“

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