Fördermittel aus anderem Topf

Entwicklung der Stadtbücherei Bad Berleburg wird teurer

Ulla Pfeil ist seit acht Jahren Lesepatin in der Berleburger Stadtbücherei, „Es macht mir Spaß den Kindern etwas vorzulesen“, sagte Ulla.

Ulla Pfeil ist seit acht Jahren Lesepatin in der Berleburger Stadtbücherei, „Es macht mir Spaß den Kindern etwas vorzulesen“, sagte Ulla.

Foto: Niklas Pietrowski / WP

Bad Berleburg.  Weil der Fördertopf für „dritte Orte“ überzeichnet ist, soll eine Leaderförderung angepeilt werden. Dabei ist der Eigenanteil aber höher.

Die Stadtverwaltung nimmt einen neuen Anlauf, um sich die angedachte Weiterentwicklung der Stadtbücherei an der Poststraße finanziell fördern zu lassen – auch mit Blick auf die weitere Digitalisierung und eine stärkere Vernetzung von Partnern der Einrichtung wie Schulen, Kindergärten, Lesepaten oder heimische Unternehmen. Nachdem ein Antrag auf Fördermittel aus dem NRW-Landesprogramm „Dritte Orte“ nicht zum Zuge kam, versucht es Rikarde Riedesel von der städtischen Abteilung Kultur und E

wachsenenbildung nun über das laufende Leader-Förderprogramm für die Region Wittgenstein.

Die nötigen drei vergleichbaren Angebote externer Anbieter zur Ermittlung der Projektkosten seien bereits eingeholt worden, so Riedesel in einer Verwaltungsvorlage zum nächsten Ausschuss für Soziales, Bildung, Sport und Kultur. Hier sollen die Überlegungen politisch beraten werden. Und alle drei Agenturen böten einen offenen Gestaltungsprozess mit anschließender Konzept-Erstellung an.

Allerdings liege die Leader-Förderhöhe nur bei 65 Prozent der Gesamtkosten, die im städtischen Haushalt mit 62.000 Euro angesetzt sind. Damit würde der Eigenanteil der Stadt Bad Berleburg auf 22.200 Euro ansteigen.

Zum Vergleich: Beim Programm „Dritte Orte“ hätte die Förderung bei bis zu 80 Prozent gelegen. Allerdings haben bei 150 eingereichten Bewerbungen nur 17 überhaupt den Zuschlag für eine Förderung bekommen.

Umsetzung im Frühjahr 2020 denkbar

Das Berleburger Bücherei-Projekt soll nun im November dem Vorstand der Lokalen Leader-Aktions­gruppe Region Wittgenstein vorgestellt werden, um dann Anfang des Jahres 2020 den entsprechenden Förderantrag bei der Bezirksregierung Arnsberg einreichen zu können. Sollte der Förderantrag genehmigt werden, könnte das Projekt im Frühjahr/Frühsommer realisiert werden. Mehr noch: „Damit bliebe die Option bestehen, sich mit der Umsetzung des Konzeptes für die zweite Förderstufe des Landesprogramms ,Dritte Orte’ bewerben zu können“, so Rikarde Riedesel.

Der Ausschuss für Soziales, Bildung, Sport und Kultur tagt am Mittwoch, 26. September, in der Aula des Johannes-Althusius-Gymnasiums. Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 18 Uhr.

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