Politik

Entscheidung: So geht es auf Berleburgs Goetheplatz weiter

Roland Gruber von der österreichisch-deutschen Agentur nonconform benutzt Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann als lebende Litfasssäule für die Präsentation der Ergebnisse des Abends.

Roland Gruber von der österreichisch-deutschen Agentur nonconform benutzt Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann als lebende Litfasssäule für die Präsentation der Ergebnisse des Abends.

Foto: Lars-Peter Dickel

Bad Berleburg.   Die Stadtverwaltung wird mehrere Varianten vorstellen, von denen sie eine favorisiert. Die konkreten Baumaßnahmen sind für das Jahr 2020 geplant.

„Vitalisierung des Goetheplatzes“ – unter diesem Stichwort beraten die Politiker im Ausschuss für Planen, Bauen, Wohnen und Umwelt am Dienstag, 21. Mai, die Ergebnisse der Bürger-Veranstaltungen rund um die Neugestaltung des Areals in der Altstadt. Das letzte Wort in der Sache hat dann am Montag, 27. Mai, die Stadtverordneten-Versammlung. Die Stadtverwaltung wird mehrere Varianten vorstellen, von denen sie eine favorisiert. Die konkreten Baumaßnahmen sind für das Jahr 2020 geplant.

Die Plan-Aktualisierung

Nachdem ein eigens eingerichteter „Bürgerrat Goetheplatz“ die Ergebnisse Anfang April in der Versammlung vorgestellt hatte, hat das beauftragte Dortmunder Planungsbüro Pesch & Partner die Details mittlerweile in die Planung eingearbeitet.

Das steht schon fest

Klar ist bereits:
Am Goetheplatz wird es eine Parkzeit-Begrenzung geben – außerdem wird künftig Tempo 20 gelten.
Die östliche Einbahnstraße soll als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen werden – hier gilt dann Schrittgeschwindigkeit. Vor Beginn der Bauphase soll der Parkplatz an der Parkstraße gebaut werden, den die Stadt gepachtet hat. Während der Bauphase ist zudem eine Parkzeitbegrenzung an der Schlossmauer vorgesehen.
Stichwort Baum-Arten: Im nördlichen Bereich soll wieder eine Eiche gepflanzt werden. Im südlichen Bereich um den Brunnen herum sollen nach Abwägung der Alternativen vier Linden gepflanzt werden.

Die neuen Bäume

Die erarbeiteten Varianten wurden in einer Versammlung mit den angrenzenden Hauseigentümern am 6. Mai zur Diskussion gestellt, um ein Meinungsbild zu erhalten.

Die zogen unter anderem die erwähnten Linden dem Apfeldorn wie an der Schloßstraße, dem Kugelahorn wie am Marktplatz und dem nachhaltigen Apfelbaum vor. Außerdem solle wieder eine Friedenseiche auf den Platz.

Die Linden seien traditionell, könnten ein hohes Alter erreichen und seien ein guter Ort für Insekten, so die Argumente der Eigentümer. Sie regten ferner an, die Jungbäume bereits in einer Größe von bis zu 2,50 Metern anzupflanzen.

Der Flächen-Mix

Künftig mindestens 16 Parkplätze sollen es am Goetheplatz sein – doch wie anordnen? Und: Wie soll die angedachte Mischung von Außengastronomie/Aufenthalt im Sommer und Aufenthaltsfläche/Parken im Winter aussehen? Dabei nicht unproblematisch: Nicht für jeden Flächen-Mix kann die Verwaltung nach eigenen Angaben auch Gelder aus der NRW-Städtebauförderung beantragen. Die Meinung einer Eigentümer-Mehrheit: Der Flächen-Mix bietet viele Vorteile, doch sollte grundsätzlich allen Gastronomiebetrieben im Sommer die Möglichkeit für Außengastronomie durch Sondernutzung eingeräumt werden.

Das Parken soll durch mobile Möbel und durch veränderbare Parkplatz-Markierungen wie etwa Bodennägel gesteuert werden können – letzteres zunächst testweise.

Die Finanzierung

Den finanztechnischen Rahmen für die Umsetzung bildet das verfügbare Budget laut Förderbescheid.

Ein Förderantrag zur Vitalisierung des Platzes als Projekt der Regionale 2013 wurde im November 2016 gestellt. Im August 2017 wurden daraufhin Fördermittel in Höhe von 943.000 Euro bei einem Gesamtvolumen der Maßnahme in Höhe von 1.347 Millionen Euro bis Ende 2021 bewilligt.

Sofern es das Budget am Ende zulässt, soll auch noch ein Teil der Parkstraße am Schloss vorbei – und in einem zweiten Bauabschnitt gleich mitgebaut werden.

Weitere Planungen

In einem weiteren Schritt folgen weitere Detail-Planungen – etwa zur Material-Auswahl. Geprüft werden sollen der Bau eines Info-Terminals für Touristen sowie einer öffentlichen Toilettenanlage.

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