Schule

Diese Chance auf eine Diskussion hat nicht jeder

Die Schüler des städtischen Gymnasiums Bad Laasphe luden den Bürgermeister zu einer Diskussionsrunde ein.

Foto: Florian Münker

Die Schüler des städtischen Gymnasiums Bad Laasphe luden den Bürgermeister zu einer Diskussionsrunde ein. Foto: Florian Münker

Bad Laasphe.   Eine Politikstunde mit dem Bürgermeister: Eine Gelegenheit, die in Deutschland nur wenigen Schülern zuteil wird. Die Schüler des städtischen Gymnasiums Bad Laasphe hatten sie jetzt. Die Gymnasiasten haben sich für die Reduzierung der Beförderungskosten von hessischen Schulbesuchern eingesetzt. Da diese Problematik circa 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen am Städtischen Gymnasium betrifft, haben die beiden neunten Klassen und der Sozialwissenschafts-Grund- und Leistungskurs der Jahrgangsstufe 11 haben das Thema aufgegegriffen und in zahlreichen Unterrichtsstunden diskutiert und aufgearbeitet.

Eine Politikstunde mit dem Bürgermeister: Eine Gelegenheit, die in Deutschland nur wenigen Schülern zuteil wird. Die Schüler des städtischen Gymnasiums Bad Laasphe hatten sie jetzt. Die Gymnasiasten haben sich für die Reduzierung der Beförderungskosten von hessischen Schulbesuchern eingesetzt. Da diese Problematik circa 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen am Städtischen Gymnasium betrifft, haben die beiden neunten Klassen und der Sozialwissenschafts-Grund- und Leistungskurs der Jahrgangsstufe 11 haben das Thema aufgegegriffen und in zahlreichen Unterrichtsstunden diskutiert und aufgearbeitet.

Lösung kommt zu früh

Wie es der Zufall wollte, haben die Vertreter des Rhein-Main Verkehrbundes und des Zweckverbands Personennahverkehr Westfalen-Süd zusammen mit Landrat Andreas Müller und dem 1. Kreisabgeordneten für Marburg und Biedenkopf, Marian Zachow, am Dienstagmorgen eine aus Politikersicht zufriedenstellende Lösung vorgestellt, die die Veranstalter der Diskussionsrunde dazu zwang, etwas umzudenken. Diese Lösung sieht vor, dass das sogenannte „Hessenticket“ erweitert wird. Das heißt, dass die 400 Euro, die die Eltern zuvor für nur für die Strecke „Niederlaasphe – Bad Laasphe“ zahlen mussten, auf 138 Euro gesenkt werden.

Fakten recherchiert

„Wir wollten die Schüler dazu bringen, an der lokalen Politik zu partizipieren“, erläutert Andreas Glink, Lehrer der beiden Sozialwissenschaftskurse der Jahrgangsstufe 11. So sammelten seine Schüler Zeitungsartikel und Fakten, um sie dann dem Bad Laaspher Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann und dem für die Schulen zuständigen Fachbereichsleiter Volker Kohlberger, zu präsentieren und Diskussionen anzuregen. „Durch die kürzlich präsentierte Lösung, mussten meine Schüler ihre Fragen leicht umformulieren, aber das war keine große Arbeit“, sagt Glink. Sein Leistungskurs widmete dieser Thematik rund drei Unterrichts-Wochen.

Die Schüler der Jahrgangsstufe Neun erstellten eigens eine Galerie mit zahlreichen Plakaten, die zunächst von Dr. Torsten Spillmann und Volker Kohlberger begangen wurde. Die anschließende Diskussion moderierten Lukas Wetter, David Georg, Sophia Wydra, Micha Unterderweide und Lukas Grebe aus dem Sozialwissenschafts-Leistungskurs. Die Schüler fürchteten, dass es durch den Wegfall der vielen Hessen auf dem städtischen Gymnasium Bad Laasphe zur Existenzgefährdung kommen könnte und einige Lehrer wegfallen würden. Bezüglich dieser Angelegenheit konnte Kohlberger aber beruhigende Worte finden: „Da die Lehrer Landesbeamte sind, sind ihre Arbeitsplätze nicht gefährdet. Die Schule würde durch den Wegfall einiger Schüler auch nicht bedroht werden. „Allerdings gäbe es mit mehr Schülern ein größeres Kursangebot und das ist unser Ziel“, fügte der Oberstudiendirektor und Schulleiter Karsten Holz hinzu.

Bürgermeister will wiederkommen

Auf die Frage zur Nachhaltigkeit der vorgeführten Lösung antwortete Dr. Spillmann: „Ob dieses System so fortgeführt wird, können wir nicht sagen, da sind wir von den oberen politischen Instanzen, wie beispielswiese dem Landrat, abhängig. Ich hoffe allerdings, dass sich diese Methode bewähren wird.“ Der Bürgermeister hatte sichtlich Spaß dabei, sich den kritischen Fragen der Schülern zu stellen und kündigte seine Verfügbarkeit für weitere Diskussionsrunden an der Schule an.

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