Kirche

Die Presbyter müssen entscheiden

Superintendent Stefan Berk (links) leitete die beiden Gemeindeversammlungen im Banfetal und konnte hier am Sonntagmitttag im Haus Emmaus mit Banfer Presbytern auf eine unaufgeregte Zusammenkunft zurückblicken.

Foto: Jens Gesper

Superintendent Stefan Berk (links) leitete die beiden Gemeindeversammlungen im Banfetal und konnte hier am Sonntagmitttag im Haus Emmaus mit Banfer Presbytern auf eine unaufgeregte Zusammenkunft zurückblicken.

Fischelbach/Banfe.   Zwei Gemeindeversammlungen fanden jetzt im Banfetal statt: zunächst für die Kirchengemeinde Fischelbach im Lutherhaus, für die Kirchengemeinde Banfe zwei Tage später im Haus Emmaus. Hauptthema in beiden Veranstaltungen war die geplante Vereinigung der Banfetaler Kirchengemeinden zu einer.

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Zwei Gemeindeversammlungen fanden jetzt im Banfetal statt: zunächst für die Kirchengemeinde Fischelbach im Lutherhaus, für die Kirchengemeinde Banfe zwei Tage später im Haus Emmaus. Hauptthema in beiden Veranstaltungen war die geplante Vereinigung der Banfetaler Kirchengemeinden zu einer.

Im Lutherhaus waren rund 80 Besucher, im Haus Emmaus etwa 60, in Banfe mehr Junge, in Fischelbach viele Erfahrene. Die Versammlungsleitung übernahm an beiden Orten Wittgensteins Superintendent Stefan Berk, nachdem sich beide Male kein Anderer dafür gewinnen ließ.

In Fischelbach war es Sabine Lang und in Banfe Volker Reinschmidt, die aus der Sicht ihres Presbyteriums den Weg zu den jetzigen Plänen nachzeichneten und erläuterten.

Die Vorgeschichte

Die Gemeinden Banfe und Fischelbach sind seit 2007 pfarramtlich verbunden, schon 2012 legten Menschen aus beiden Gemeinden eine gemeinsame Gemeindekonzeption vor.

2200 Gemeindemitglieder zählen die Gemeinden heute zusammen. In der Evangelischen Kirche von Westfalen zu wenig für eine Pfarrstelle. In Wittgenstein langt das noch, weil der Kirchenkreis aufgrund seiner Siedlungsstruktur im ländlichen Raum zusätzliche Stellen aus Bielefeld erhält.

Die aktuellen Probleme

Die personelle Situation: Pfarrstellen-Inhaber Peter Mayer-Ullmann ist 61 Jahre alt. Eine Wiederbesetzung in Wittgenstein ist schwer, wie vergangene Stellenausschreibungen gezeigt haben, auch weil es zu wenige Pfarrer gibt. Eine Vereinigung würde die Neubesetzung zumindest einfacher machen.
Die Finanzen: Eine neue Substanzerhaltungsrücklage verschärft die finanziellen Probleme. Das Grundproblem: Die beiden Gemeinden haben zu viele Gebäude. Im Banfetal zurzeit acht Stück, wobei die Bernshäuser Kirchschule und das Fischelbacher Pfarrhaus bald aus der Liste verschwinden. Doch selbst sechs Gebäude sind wahrscheinlich zu viele. In dieser Frage sprach sich der Superintendent dafür aus, dass man sich über dieses schwierige Thema erst nach der Vereinigung gemeinsam Gedanken machen und mit Fantasie nach Lösungen suchen solle, die angesichts der unterschiedlichen Identitäten der Dörfer verschieden ausfallen könnten.

Der Vereinigungs-Entwurf

Stefan Berk skizzierte den Weg einer Vereinigung und stellte den Versammlungen den Urkunden-Entwurf für die Vereinigung vor, der keinen Anlass zur Diskussion bot, da er in seinen wenigen Paragraphen den formalen Ansprüchen Genüge tat. Stefan Berk fand im Entwurf lediglich das Datum 1. Oktober 2018 unglücklich, das würde im laufenden Jahr einen dritten Haushaltsplan für die neue Gemeinde nötig machen. Hier plädierte der Leitende Theologe stattdessen für den 1. Januar 2019.

Auch die Pünktchen im Entwurf für den künftigen Gemeindenamen sorgten für Gesprächsstoff. Die Presbyterien, die beide an beiden Orten vertreten waren, hatten über „Gemeinde Banfetal“ oder „Gemeinde im Banfetal“ nachgedacht, die Meinungen dazu aus den Versammlungen nahmen die Presbyter mit. Genauso soll es sein, letztendlich entscheiden die Presbyterien als Gemeindeleitung.

Das Pfarrvermögen

Die Versammlungen verliefen an beiden Orten ruhig, auch wenn wieder mal die Frage nach dem Pfarrvermögen kam. Besitz einer Kirchengemeinde, der nicht veräußert werden darf, dessen Erträge zu drei Vierteln für die Bezahlung der Pfarrer in der ganzen Westfälischen Landeskirche genutzt werden und nur zu einem Viertel in der Kirchengemeinde bleiben. Stefan Berk sagte den Fischelbachern zu, dass ihnen die genauen Zahlen zugänglich gemacht werden.

Die Gemeinsamkeiten

Auch kam die Sprache auf die Rolle des starken Hesselbacher CVJM, mit dem man in diesem Vereinigungsprozess natürlich das Gespräch suchen werde.

Die generell konstruktive Atmosphäre in den Versammlungen hatte wohl mit dem zu tun, was Volker Reinschmidt aufgezählt hatte: gemeinsam gefeierte Gemeindefeste, erfolgreiche Jung-Familien-Arbeit und Männerstammtische, die es so im Kirchenkreis nur im Banfetal gebe.

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