Nahwärme

Die Nahwärme erreicht Bad Laasphes Altstadt

Joachim Debus und Andreas Johann (rechts) am Schaufenster der BL-E in der Königstraße 30.  Hier wird demnächst der Baufortschritt aufgezeigt.  

Joachim Debus und Andreas Johann (rechts) am Schaufenster der BL-E in der Königstraße 30.  Hier wird demnächst der Baufortschritt aufgezeigt.  

Foto: Lars-Peter Dickel

Bad Laasphe.   In wenigen Wochen beginnen die Bauarbeiten in der Bad Laaspher Königstraße. 630 Meter Rohrleitungen werden in neun Bauabschnitten verlegt.

In wenigen Wochen rückt die Bad Laasphe Energie GmbH zum Kern ihrer Idee vor. Die denkmalgeschützte Altstadt wird in neun Bauabschnitten mit Nahwärme-Leitungen erschlossen und die Hausanschlüsse gelegt.

Im Baubüro am Städtischen Gymnasium stellten jetzt Geschäftsführer Joachim Debus, Prokurist Andreas Johann und Bauleiter Tim Backeshoff den groben Zeitplan und die einzelnen Bauabschnitte vor.

Herzstück ist die Leitung durch die Königstraße. Aber ganz gleich ob „Kö“, Mauer- oder Wallstraße, alle Baustellen können mit Rücksicht auf die Anwohner, Geschäftsleute und auch die Erreichbarkeit der Häuser für Feuerwehr und Rettungsdienst nicht am Stück abgewickelt werden, erläutern Andreas Johann und Tim Backeshoff. Auch die Großveranstaltungen wie das Brunnenfest und „Bad Laasphe tafelt“ werden nicht beeinträchtigt.

Anmeldung nach wie vor möglich

Ein ausgetüfteltes System soll gewährleisten, dass die Baustellen zügig abgearbeitet werden können. Nachdem die mit den Erdarbeiten beauftragte Firma König einen Teilbereich aufgegraben hat, kommt die Firma Rohrleitungsbau Niederrhein zum Zuge. Sie verlegt die jeweils zwölf Meter langen Stahlrohre in denen sich, ummantelt von einer starken Isolierschicht, die Rohre für Vor- und Rücklauf befinden.

Die Rohre werden anschließend verschweißt und diese Stelle zusätzlich isoliert. Für jeden der neun Teilabschnitte rechnet Tim Backeshoff mit rund vier bis sechs Wochen Arbeitszeit. Das sei wichtig, um auch für schlechtes Wetter oder andere Probleme gerüstet zu sein.

Diese Zeitfenster haben aber auch einen Vorteil. Sollten sich Interessenten ganz kurzfristig noch für einen Hausanschluss entscheiden, muss das binnen dieser kurzen Zeit geschehen. Auch Joachim Debus gesteht, dass man sich beim Start des Projektes KWK-Modellkommune mehr als die aktuell 16 Hausanschlüsse in der Altstadt erhofft hatte.

Zwischenzeitlich seien aber auch immer mal wieder Menschen aus unterschiedlichen Gründen abgesprungen und andere dazu gekommen. Interessanterweise, so Debus, habe man auch bei einigen Gebäuden in der Altstadt genau über den Hausanschluss den gewünschten Effekt erzielt. Die an das Nahwärmenetz angeschlossenen Gebäude fanden Käufer. Es ist immer Bewegung im Markt: „Der Bagger in der Straße ist die beste Werbung für uns“, sagt Andreas Johann.

Hausanschlüsse werden gefördert

Johann rät aber auch allen dazu, sich schnell zu entscheiden. Einerseits gebe es nach wie vor eine Förderung für Hausanschlüsse bis 25 Kilowattstunden Heizleistung in Höhe von 1500 Euro und andererseits versuche die Stadt Bad Laasphe nach wie vor noch nicht abgeschöpfte Fördermittel des Landes nach Laasphe zu lotsen.

Nur an einem Punkt ist Schluss: Wenn die Rohre wieder unter dem Pflaster verschwinden, sind Hausanschlüsse nicht mehr wirtschaftlich zu erstellen, so Joachim Debus von der BL-E GmbH. Wer wissen will, wann welcher Bauabschnitt startet, kann dies aus der Tageszeitung entnehmen oder von einem Aushang in einem Schaufenster der BL-E in der Königstraße 30.

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