Konzert

Die Band „Medlz“ aus Dresden trat im Bürgerhaus auf

Für ihren grandiosen Auftritt im Bürgerhaus erhalten die Medlz viel Beifall: Sabine Kaufmann, Nelly Palmowske, Silvana Mehnert und Joyce-Lynn Lella.

Foto: Art.ur

Für ihren grandiosen Auftritt im Bürgerhaus erhalten die Medlz viel Beifall: Sabine Kaufmann, Nelly Palmowske, Silvana Mehnert und Joyce-Lynn Lella. Foto: Art.ur

Bad Berleburg.   Die A-cappella-Band „Medlz“ aus Dresden singt für das Publikum im Bürgerhaus eine „Nachtmusik von Mozart“.

Mit sanften Klängen der kleinen „Nachtmusik von Mozart“ stimmen die vier „Medlz“ das Publikum im Bürgerhaus ein und gleich schweben vier Frauen, engelsgleich und schillernd grünblau gekleidet, auf die Bühne des Bürgerhauses. „Ave Verum“ konzertant, stimmenzart und stimmgewaltig, so verneigt sich die A-cappella-Band aus Dresden lustvoll vor dem Genie des Wolfgang Amadeus Mozart.

Sängerin Sabine Kaufmann erzählt einführend, dass ein Freund meinte: „Ihr könntet als Popschnittchen Karriere machen, warum müsst ihr Klassik singen?“ – „Weil wir es können!“

Es rührt ans Herz

Mit der „Ode an die Freude“ gelingt der Wechsel zu Beethoven. Ein ums andere Mal und das Publikum begeisternd, lassen Sabine Kaufmann, Joyce-Lynn Lella, Nelly Palmowske und Silvana Mehnert wahr werden, was sie versprechen. Vor Witz sprühend in den geschickt und nuanciert platzierten Dialogen, pointiert in den chorischen Medleys, in denen Instrumente irritierend echt und Stimmen ineinander verflochten Gänsehaut erzeugen, so führen die Damen durch ihr umfangreiches Programm. Es folgt das international verbreitete „Es waren zwei Königskinder“, so liebevoll, zart vorgetragen, dass es ans Herz rührte.

Joyce ist heute 21 geworden. Die Überraschung: Ihre Familie bringt einen Kuchen mit 21 Kerzen, die sie natürlich mit ihrer gewaltigen Lunge mit einem Mal auspustet.

Wer braucht Edith Piaf, wenn er Nelly Palmowske haben kann? Wahrlich, die Stimme von Nelly lässt Edith Piaf vor dem geistigen Auge auferstehen. Frank Sinatra lässt grüßen. Vier Frauen lassen den Broadway mit New York so lebendig werden, das Wolkenkratzer hell leuchtend über die Bühne flackern.

„Nach der Pause sind unsere Kleider etwas kürzer, merklich kürzer und das Niveau ,singt’“, verabschieden sich die Vier von der Bühne. Mit „She loves you“ und „Imagine“ huldigen die Vier der Liebe und dem Frieden mit einem wahren Stimmenrausch. „Geh doch einfach weg…“ frei nach Udo Lindenbergs „Ich lieb dich überhaupt nicht mehr“ folgt, und dann ein paar Witze, die als Bühnenumbaufüller für Stimmung sorgen.

Es wird spannend: Vier Besucher aus dem Publikum werden auf der Bühne platziert. Sie sollen erraten, welcher Text zu welchem Lied passt und welche Melodie dazugehört. Der Texter im ersten Fall ist Udo Jürgens und der Melodiengeber Michael Jackson, danach Herbert Grönemeyer und Abba. Genial „Kinder an die Macht“ zur Melodie von Waterloo. „We will rock you“ von Queen fließt in den Falco-Song „Rock me Amadeus“. Das alles mit Stimme und Mikros, geschlagen gegen die Oberschenkel, erzeugt so wunderbare Effekte, dass das Publikum stehende Ovationen erteilt.

Als Zugabe erinnert Sabine Kaufmann an die Friedensbotschaft von John Lennon „Give Peace a Chance“, und die „Medlz“ tragen diese Botschaft mit ihren Stimmen in den Saal. Mit „Der Mond ist aufgegangen“ verabschieden sich die Frauen und lassen begeisterte 250 Menschen nach Hause gehen.

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