Kirche

Corona: So will die Wittgensteiner Kirche Kinder aufmuntern

Wenn es gerade keinen Katechumenen-Unterricht mehr gibt, dann freut sich Pfarrerin Berit Nolting umso mehr darüber, dass sich die angehenden Konfis - wie hier Conner - zur Berghäuser Kirche kommen, um sich hier mit Psalm 23 zu beschäftigen.

Wenn es gerade keinen Katechumenen-Unterricht mehr gibt, dann freut sich Pfarrerin Berit Nolting umso mehr darüber, dass sich die angehenden Konfis - wie hier Conner - zur Berghäuser Kirche kommen, um sich hier mit Psalm 23 zu beschäftigen.

Foto: Jens Gesper / Kirchenkreis Wittgenstein

Derzeit fallen die Konfirmations-Gottesdienste aus. Um ihre Konfis zu ermutigen, hat sich der Kirchenkreis Wittgenstein etwas einfallen lassen.

Wittgenstein. Die derzeitige Situation der Kinder und Jugendlichen in der Corona-Pandemie rückt immer mehr ins Bewusstsein aller Verantwortlichen – auch in den Kirchengemeinden und Arbeitsbereichen im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein.

Und das, gerade weil im Augenblick die Konfirmations-Gottesdienste reihenweise ausfallen und verschoben werden müssen. Ganz unterschiedlich ermutigen die Kirchengemeinden ihre Konfis mit kleinen Geschenken und guten Worten zum Durchhalten. Mit verschiedenen Angeboten wendet sich die Kirche allerdings schon seit einigen Wochen an die Kinder und Jugendlichen. Und es kommt immer wieder etwas dazu.

Materialien werden online gestellt

So sind die sieben evangelischen Kita-Einrichtungen im Wittgensteiner Kirchenkreis gerade dabei, Material zu einzelnen biblischen Geschichten zu sammeln. Diese werden dann thematisch sortiert für alle Mädchen und Jungen – vom Bäderborn aus dem Kinderhaus „Martin Luther“ sowie aus Farbklecks, Regenbogen,

Senfkorn, Sonnenau und Zwergenland – zum Herunterladen auf die Homepage des Wittgensteiner Kirchenkreises gestellt.

Und für alle anderen Interessierten natürlich auch – egal, ob Bastel-Anregungen, Bilder, Lieder und vielleicht sogar irgendwann einmal ein Video. Beispielhaft für die vielfältige Kindergottesdienst-Arbeit, die es überall im Kirchenkreis gibt, sei hier das Konzept der Berleburger Kirchengemeinde genannt.

Auch am kommenden Sonntag gibt es ein Angebot, wie Pfarrerin Claudia Latzel-Binder erläutert: „Das Kindergottesdienst-Team lädt herzlich ein zu dem nächsten Take-away-Kindergottesdienst. Mit Einsatz und

Fantasie bereiten die Mitarbeiter die Materialpakete vor, die von den Kindergottesdienst-Kindern am Sonntag, 3. Mai, während der gewohnten Zeit zwischen 10 und 12 Uhr am Christus-Haus abgeholt werden können.“

Kontakt zu Katechumenen halten

Woanders bekommen die Kinder Dinge vor die Haustür gestellt oder in den Briefkasten geworfen. Die Wege zwischen der Kirche und ihren jüngsten Gemeindegliedern sind ganz vielfältig. Während es für die bereits erwähnten Konfis vor allem noch um den krönenden Abschluss ihrer Unterrichtszeit geht, müssen sich die Gemeinden derzeit auch Gedanken machen, wie sie den Kontakt zu ihren Katechumeninnen und

Katechumenen halten, also den Konfis im ersten Lehrjahr. Berit Nolting hatte für die aus ihrem Bezirk der Raumländer Kirchengemeinde am vergangenen Wochenende neben der Berghäuser Kirche eine Aufgabe vorbereitet.

Mit unterschiedlichen Materialien sollten die Jugendlichen Psalm 23 vom guten Hirten illustrieren: Und auch wenn beim finsteren Tal Zettel mit Worten wie „Arbeitslosigkeit“ und „Corona“ lagen, so überwogen am Ende doch die eindrücklichen Bilder von den grünen Auen und den frischen Wassern, vom Salben mit Öl und vom Voll-Einschenken. Auf der Kirchenkreis-Homepage gibt es einige Fotos davon.

Virtuelles Bibelfrühstück

Während die künftigen Konfis in Berghausen über einen längeren Zeitraum die Möglichkeit hatten, ihre Aufgabe zu erfüllen, um sich dabei nicht in die Quere zu kommen, trafen sich auf Einladung von Birthe

Becker-Betz aus dem Laaspher Stadtgebiet immerhin 14 Leute gleichzeitig zum Bibelfrühstück. Zum zweiten Mal allerdings nur virtuell im Internet und außerdem zu einer etwas zivileren Zeit als üblich: Statt um 6 Uhr erst um 10 Uhr morgens.

Das gab Birthe und ihrem Ehemann Thorsten die Gelegenheit, vorher den angemeldeten Teilnehmenden

schon mal in Bad Laasphe, Feudingen, Fischelbach, Herbertshausen und Hesselbach insgesamt 30 Brötchen vor die Tür zu legen. Und auf Abstand wurde dann nach einer Andacht via Zoom miteinander gefrühstückt.

Breit gestreut sind die Angebote, die die Kirche gerade jetzt, aber auch während des gesamten Jahres Kindern und Jugendlichen bietet. Deshalb ist es schade, dass am Sonntag, 3. Mai, im Kirchenkreis noch keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden. Die Kollekte an dem Tag ist nämlich in der gesamten Evangelischen Kirche von Westfalen für eben diese Arbeit bestimmt.

Auf der Homepage der Landeskirche www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/ findet sich ein Hinweis für Spenden für den guten Zweck.

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