Demografie

Bevölkerung in Siegen-Wittgenstein sinkt teilweise drastisch

Um knapp drei Prozent soll die Bevölkerung im Kreis bis zum Jahr 2040 schrumpfen.

Um knapp drei Prozent soll die Bevölkerung im Kreis bis zum Jahr 2040 schrumpfen.

Foto: Michael Kleinrensing

Siegen-Wittgenstein.  Der Landesbetrieb IT NRW veröffentlicht eine Prognose zur Bevölkerungsentwicklung bis 2040. Bad Laasphe ist dabei der Negativ-Spitzenreiter.

Der Kreis schrumpft. Nicht geografisch, sondern die Bevölkerung: Von 277.977 Bürgern, die im Jahr 2018 in Siegen-Wittgenstein lebten, auf 269.863 Menschen im Jahr 2040. Das geht aus der neuesten Prognose zur Bevölkerungsentwicklung des statistischen Landesbetriebs IT NRW hervor. Ein Rückgang von knapp drei Prozent in den kommenden zwei Jahrzehnten. Damit steht der Kreis Siegen-Wittgenstein im Vergleich mit den vier anderen südwestfälischen Kreisen noch am besten da.

Trends

Grundsätzliche Trends sind: Mehr Sterbefälle als Geburten, die Bevölkerung altert (das Durchschnittsalter steigt um zwei Jahre bis 2040 an) – und wandert ab aus dem ländlichen Raum, hin zu den Ballungsgebieten an Rhein und Ruhr, weg aus Sauer- und Siegerland. Auch Siegen-Wittgenstein gewinnt durch Wanderbewegungen dazu, allerdings nicht genug, um den Verlust durch Sterbefälle auszugleichen.

Acht der insgesamt elf Kommunen im Kreis schrumpfen – und das teils ziemlich drastisch: Kreisweit ist Bad Laasphe der Negativ-Spitzenreiter, verliert bis 2040 gut 14 Prozent seiner Einwohner, so die Prognose. Der Bevölkerungswachstum von Siegen und Bad Berleburg – die einzigen beiden Kommunen mit Positiv-Trend – reicht aufs Kreisgebiet gesehen nicht aus, um die Verluste auszugleichen.

Bevölkerungsentwicklung

Die Zahlen der Wittgensteiner Kommunen von 2018 und der Entwicklung bis 2040:

Bad Berleburg: 19.497 +3,1 % 20.111

Erndtebrück: 7021 -11,3 % 6225

Bad Laasphe: 13.639 -14,3 % 11.685

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