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Bald ist in grünen Holzkästen Platz für die Pilze

Museumsleiter Volker Walther und Hausmeister Stefan Müller zeigen die neuen, grünen Holzkästen, in denen demnächst die Pilze dem Besucher präsentiert werden.

Foto: Christoph Vetter

Museumsleiter Volker Walther und Hausmeister Stefan Müller zeigen die neuen, grünen Holzkästen, in denen demnächst die Pilze dem Besucher präsentiert werden.

Bad Laasphe.   „Pack mal eben an“, bittet Hausmeister Stefan Müller den Museumsleiter Volker Walther, und der kann anpacken.

Es riecht nach Farbe in der oberen Etage im Haus des Gastes am Wilhelmsplatz. Kein Wunder: Die Decke ist in frischem Weiß gestrichen, Stellwände mit ausgesägtem Platz für Vitrinen werden geölt und nehmen eine tiefschwarze Farbe an. Hier im Bad Laaspher Pilzmuseum läuft die Renovierung auf vollen Touren.

Befreundeter Schreiner hilft

„Pack mal eben an“, bittet Hausmeister Stefan Müller den Museumsleiter Volker Walther, und der kann anpacken. Beide hänge eine 2,50 mal 1,80 Meter große Stellwand in eine Verankerung an dicken Holzbalken. Auf diese Weise entsteht eine eher futuristische Landschaft mit Wänden, die dem riesigen Raum den Charakter der Halle nehmen werden. Die großflächigen, durchgetränkten Holzplatten haben unterschiedlich viele Gefache, in die insgesamt 217 grüne Kästen eingesetzt werden. Die wiederum können beleuchtet werden, und sie dienen dann als Ausstellungsfläche für rund 300 Arten von Pilzen.

Befreundeter Schreiner hilft

„Demnächst wird nur noch ein Drittel unserer kompletten Sammlung direkt zu sehen sein“, verrät Museumsleiter Walther, „der Rest, etwa 600 Arten, verschwindet in Schubladen.“ Das ist so gewollt, denn die ausziehbaren Laden sollen Besucher zur Aktivität und Neugier animieren. „Wir wollen keinen Pilz verstecken“, verspricht Volker Walther, der seine Ideen von den Veränderungen im Pilzmuseum leicht modifizieren musste, nachdem er seine Pläne mit dem Bad Laaspher Schreiner Jochen Blöcher durchgesprochen hatte. In dessen Werkstatt in Breidenbach ist das Grundkonzept um pfiffige Nützlichkeiten bereichert worden. Schreiner Blöcher habe nicht nur viel handwerkliche Arbeit geleistet, sondern auch Menpower bereitgestellt, indem er Mitarbeiter für Aufbauarbeiten vor Ort abgestellt habe. „Ich werde mein Leben lang in seiner Schuld stehen“, formuliert Volker Walther seine Dankbarkeit für die große Unterstützung. Die bekommt Walther übrigens auch von Hausmeister Müller, der als gelernter Elektriker die Stromverkabelung und Beleuchtung installiert.

Und weil jetzt alles so schön wird im renovierten Pilzmuseum soll die alte Beschriftung der Exponate verschwinden. Das hat Walther mit TKS-Geschäftsführerin Signe Friedreich abgesprochen und auf ihren Vorschlag hin, noch einen Monat mehr als ursprünglich veranschlagt, bis zur Wiedereröffnung eingeplant. Die soll nun am Donnerstag, 26. April, stattfinden.

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