Verkehr & Umwelt

Bad Berleburgs Grüne: Mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger

Gestrichelte Linie macht auf der vorhandenen Fahrbahn Platz für Fahrräder: So könnte eine Mischspur auch in der Bad Berleburger Kernstadt aussehen, finden die Bündnis-Grünen.

Gestrichelte Linie macht auf der vorhandenen Fahrbahn Platz für Fahrräder: So könnte eine Mischspur auch in der Bad Berleburger Kernstadt aussehen, finden die Bündnis-Grünen.

Foto: Privat

Bad Berleburg.  Eine „nachhaltige Bekämpfung des Klimawandels im Stadtgebiet“ verspricht sich Fraktionschef Oliver Junker-Matthes von besser vernetzten Radwegen.

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Drei Anträge rund ums Thema „Verkehr und Radwege in Bad Berleburg“ stellt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur nächsten Sitzung des Bauausschusses in der kommenden Woche. Das Stichwort dabei: „Verkehrswende“.

Radwege Kernstadt

Eine „nachhaltige Bekämpfung des Klimawandels im Stadtgebiet“ verspricht sich Fraktionvorsitzender Oliver Junker-Matthes zum Beispiel dadurch, „die zurzeit gestückelten und unzureichend beschilderten Radwege in der Kernstadt zu einem sinnvollen, geschlossenen Radwegenetz zusammenzuführen und Gefahrenstellen zu beseitigen“.

Als Beispiele für Gefahrenstellen nennt Junker-Matthes

den Nordknoten: Um hier ankommende Radwege sicherer zu machen, müsse es das Ziel sein, „den Fußgängerüberweg am Nordknoten und damit den Bürgersteig der Odebornbrücke beidseitig für Fußgänger und Radfahrer zu öffnen“.

die Bärenbrücke: Von hier aus Richtung Stöppelsweg sei entlang von Poststraße und Ederstraße (B 480) „eine Mischspur für Kfz und Radfahrer durch Kennzeichnung auf der Fahrbahn nötig“, etwa durch eine gestrichelte Linie.

die Poststraße: Auch hier müsse es zwischen Nordknoten und Bärenbrücke eine solche Mischspur geben – idealerweise kombiniert mit einer ebensolchen Spur für die Gegenrichtung auf Schulstraße und Bahnhofstraße.

die West-Ost-Verbindungen von der Ederstraße über Emil-Wolff-Straße bis zum Wirtschaftsweg „Unterm Limburg“ Richtung Raumland und vom Bahnhof über die Graf-Casimir-Straße zur Straße „Unterm Hain“. Hier sollten ebenfalls Mischspuren eingerichtet werden.

Raum für nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer

Bei allen künftigen Baumaßnahmen, insbesondere beim Straßenbau, sei „Raum für nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer – Radfahrer (besonders Kinder), Rollstuhlbenutzer, Kinderwagen und Rollatoren – zu schaffen“, fordern die Grünen. „Dazu gehören besonders die beiden Kreisverkehre mit deren Verbindungen.“ Und: „Einer zukünftigen Einbahnstraßen-Regelung dürfen keine Maßnahmen entgegenstehen.“ Fraktionschef Junker-Matthes begründet diese Forderung vor allem mit dem zunehmenden Schwerlastverkehr – und parkenden Autos als gefährliche Hindernisse.

Tempo 30 oder 40 für die Durchgangsstraßen

Und schließlich beantragt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Tempo 30 oder 40 für die Durchgangsstraßen in der Kernstadt. Dafür argumentieren könne man „mit der Bedeutung der Stadt als Luftkurort“, findet Oliver Junker-Matthes. Gleiches werde „heute schon in vielen Gemeinden im Schwarzwald unter der Überschrift ,40 – Erholungsort’ mit Erfolg praktiziert. Etwa im Glottertal, bekannt geworden als Drehort der TV-Serie „Schwarzwaldklinik“.

Die Politiker im Bad Berleburger Ausschuss für Planen, Bauen, Wohnen und Umwelt, tagen am kommenden Dienstag, 26. November im Bürgerhaus am Marktplatz, Großer Gruppenraum. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr.

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