Klimaschutz

Bad Berleburg beteiligt sich an Nachhaltigkeits-Förderung

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Schüler der Realschule Bad Berleburg hatten im Juli 2019 bereits modellhaft präsentiert, wie eine Fassadenbegrünung aussehen und funktionieren kann. 

Schüler der Realschule Bad Berleburg hatten im Juli 2019 bereits modellhaft präsentiert, wie eine Fassadenbegrünung aussehen und funktionieren kann. 

Foto: Stadt Bad Berleburg

NRW hat im Rahmen der Corona-Hilfe das Förderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ gestartet, an dem sich Bad Berleburg beteiligen will.

Bad Berleburg. Nachhaltigkeit hat viele Facetten. Die Stadt Bad Berleburg hat sich diese als zentrales Handlungsfeld auf die Fahnen geschrieben. Nicht zuletzt die Corona-Krise hat die Bedeutung der Nachhaltigkeit allgemein und des Klimaschutzes speziell verdeutlicht.

„Die Menschen haben die Natur als Erholungsraum und Rückzugsort mehr denn je für sich wieder entdeckt. Dies zeigt, wie wichtig Grün- und Waldflächen sind – das Wohlbefinden hängt in hohem Maße genau davon ab. Der nachhaltige Schutz des Naturraums ist daher von entscheidender Bedeutung“, erklärte Bad Berleburgs Bürgermeister.

Förderprogramm gestartet

Der Klimawandel macht es zugleich erforderlich, in den Siedlungsgebieten mögliche negative Folgen von zunehmender Hitze und Starkregen durch Vorsorgemaßnahmen zu vermeiden oder zu reduzieren. Das Land Nordrhein-Westfalen hat im Rahmen der Corona-Hilfe aus diesem Grund das Förderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ gestartet, über das die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen gefördert werden soll.

Insbesondere geht es dabei um das Forcieren hitzemindernder Strukturen. Die Stadt Bad Berleburg beteiligt sich an diesem nachhaltigen Förderprogramm, das sowohl für private als auch gewerbliche Flächen zur Verfügung steht.

„Die Sommer 2018 und 2019 haben beispielhaft gezeigt, dass auch hierzulande mit extremer Hitze und Wassermangel zu rechnen ist. Durch den fortschreitenden Klimawandel können derartige Episoden künftig zum Normalfall werden. Auf die zu erwartenden Folgen müssen wir uns bereits heute nachhaltig vorbereiten“, erklärte die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Ursula Heinen-Esser. Gefördert wird konkret die Bepflanzung mit mehrjährigen und vorrangig heimischen Pflanzen zur Begrünung von Dächern und Fassaden. Modellhaft sich hatte unter anderem bereits die Realschule Bad Berleburg im Juli 2019 diesem Thema gewidmet.

Fassadenbegrünung konstruiert

Im Rahmen des Schulfestes zum 50-jährigen Bestehen der Realschule Bad Berleburg unter dem Motto „RS BLB meets BLB bunt“ hatte eine Schülergruppe eine Fassadenbegrünung an einer Außenwand der Schule konstruiert – und damit einen anschaulichen Beitrag zur Nachhaltigkeit geliefert. Die Begrünung an den entsprechend geförderten Gebäuden im Rahmen des Programms des Landes Nordrhein-Westfalen soll sich positiv auf Verdunstung, Kühlung und Regenwasserrückhaltung vor Ort auswirken.

Dabei schließen sich übrigens Dachbegrünungen und Photovoltaik-Anlagen nicht automatisch gegenseitig aus. Es gibt gute Beispiele dafür, wie sich beide Dachnutzungsformen hervorragend kombinieren lassen. Die Höhe der Förderung beträgt dabei 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Förderfähig sind im Rahmen des Programms alle Ausgaben für Investitionen, Sachausgaben und Fremdleistungen – beispielsweise Dienstleistungen oder Unteraufträge.

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