Fridays for Future

Auch Wittgensteiner demonstrieren gegen Klimawandel

Der Protest gegen den Klimawandel zieht sich in auch in Wittgenstein quer durch alle Altersschichten und quer durch die Gesellschaft.

Der Protest gegen den Klimawandel zieht sich in auch in Wittgenstein quer durch alle Altersschichten und quer durch die Gesellschaft.

Foto: Hans Peter Kehrle

Bad Berleburg.  Der Protest gegen den Klimawandel zieht sich in auch in Wittgenstein quer durch alle Altersschichten und quer durch die Gesellschaft.

Die Fridays for Future-Bewegung hat auch in Wittgenstein Rückhalt. Mit Rednern wie Dr. Felix Riedel (Bad Berleburg), Yannik Büdenbender (Erndtebrück), Pfarrer Joachim Cierpka (Bad Laasphe) oder Ingeborg Klotz (Bad Berleburg) hat diese von der Schwedin Greta Thunberg angestoßene Bewegung auch Gesichter und Stimmen.

„Wir sind mitten in der Klimaerwärmung. Wenn man uns heute immer wieder zur Mäßigung aufruft, dann kann man nur entgegenhalten: Das sagen die Richtigen“, eröffnet Initiator Felix Riedel die Veranstaltung mit einer langen Rede, in der er die bisherigen Auswirkungen der Erderwärmung auch in Wittgenstein aufzeigt. „Wir haben bereits ein Grad plus erreicht und das bedeutet schon heute das Ende der Fichte im Kreis Siegen-Wittgenstein.“ Der Klimawandel führe außerdem zu einer weltweiten Flüchtlingsbewegung, warnt Riedel. Auch Yannik Büdenbender von der Initiative „Weiter gedacht“ spricht von 200 Millionen Klimaflüchtlingen, weil die Lebensräume auf der Welt immer kleiner werden.

Zusammenhalt wichtig

„Wir brauchen globale Lösungen und den Zusammenhalt aller Menschen“, sagt Büdenbender, der stolz darauf ist, dass die Fridays for Future-Bewegung der Schüler nicht in den Ferien zusammengebrochen, sondern stattdessen immer größer geworden ist. Büdenbender hat auch klare Vorstellungen, wie der Wandel erreichbar ist: „Wir müssen mehr Wege zu Fuß oder auf dem Fahrrad zurücklegen. Wir müssen lokal einkaufen und das möglichst unverpackt und - ich weiß, dass ich mich damit unbeliebt mache - wir müssen weniger tierische Produkte verwenden“, ruft Büdenbender und erntet Applaus. Auch der in Laasphe wohnende Pfarrer der Evangelischen Lukasgemeinde im Elsofftal, Joachim Cierpka, unterstützt die Klimaaktivisten und macht deutlich, dass es nur einen Weg geben könne: „Veränderung fängt nirgends anders an als bei mir selbst.“ Ingeborg Klotz erinnert daran, dass sie schon bei den ersten Klimademos vor 45 Jahren dabei gewesen sei und betont, dass es ebenfalls einen einzigen Weg: „Wir müssen unser Konsumverhalten ändern.“ Es war ein deutliches Signal, das am Freitagabend von der Wiese vor dem Bad Berleburger Rathaus ausging.

Doppelt so viele Demonstranten

https://www.wr.de/staedte/wittgenstein/un-verpackt-einkaufen-auch-in-bad-berleburg-ein-trend-id225981515.htmlLaut Kreispolizeibehörde hatte das Veranstalterbündnis bei der Anmeldung der Kundgebung mit 40 bis 60 Personen gerechnet. Der Einladung von Bündnis90/Die Grünen, der Gewerkschaft Verdi, der Partei Die Linke, und den Initiativen „Weiter gedacht“ aus Bad Laasphe und „Wittgenstein im Wandel“ waren aber mit rund 120 Demonstranten doppelt so viele gefolgt. Unter den Demonstranten waren auch SPD-Politiker wie die stellvertretende Landrätin Waltraud Schäfer, die Anliegen der Klimaaktivisten unterstützt.

https://www.wp.de/staedte/wittgenstein/wp-redakteur-lars-peter-dickel-teste-e-bike-im-berufsalltag-id226174207.htmlDer Protest gegen den Klimawandel zieht sich in auch in Wittgenstein quer durch alle Altersschichten und quer durch die Gesellschaft. Hier demonstriert der Schüler mit dem Pfarrer und der Waldarbeiter mit dem Werkzeugmacher, der Student mit dem Rentner und der Kindergärtnerin. Alle eint die Sorge, dass der Klimawandel die Lebensgrundlage der Menschheit zerstört.

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