Casting-Show

Anika Lindner nimmt mit Ex-DSDS-Kanididat eine CD auf

Fünf Teilnehmer treten im Finale der Casting-Show „Die beste Stimme zählt" an. Am Ende wird Anika Lindner glückliche Zweite.

Foto: Manuela Pavlovskis

Fünf Teilnehmer treten im Finale der Casting-Show „Die beste Stimme zählt" an. Am Ende wird Anika Lindner glückliche Zweite.

Bad Berleburg.   Ex-DSDS-Kandidat Mark Richter etabliert eine neue Casting-Show. Auf Anika aus Bad Berleburg wartet jetzt eine CD- und Musikvideoproduktion.

Eigentlich fing das Singen mit dem Sprechen an. „Als ich zwei Jahre alt war, habe ich meinem Papa im Supermarkt vorgesungen: ‘Nein, nein, so schön kann doch kein Mann sein!’“ Für Anika Lindner sei Musik und Singen schon immer ein Weg gewesen, ihre Emotionen auszudrücken und zu verarbeiten. Mit fünf Jahren tritt sie einem Kinderchor bei, als Teenager nimmt sie klassischen Gesangsunterricht, später singt sie auch im Jugendgospelchor in Bad Berleburg. Und 2018 darf’s noch ein bisschen mehr für die 23-Jährige sein: Zusammen mit Ex-DSDS-Kandidat Mark Richter und Musical-Star Oliver Müller nimmt sie ihre erste eigene Single auf. Inklusive Musikvideo und Fotoshooting.

S wie Stimme. Im Herbst diesen Jahres nimmt Anika Lindner an dem Wettbewerb „Die beste Stimme zählt“ teil. Organisator und Juror Mark Richter kennt sie noch von einer anderen Casting-Show aus Wuppertal, „Hidden Talents“. Damals trat sie gegen ihn im Gesangs-Battle an. „Wir haben zusammen die Bühne abgerissen“, erzählt Anika fast schwärmerisch. Menschlich und stimmlich waren die beiden von Anfang an auf einer Wellenlänge. Ach ja: Das Battle gewann übrigens Anika.

Anika Lindner Foto: Manuela Pavlovskis I wie innig. Per Facebook sind Anika und Mark immer im Kontakt geblieben. Als Anika dann von Marks eigenem Casting-Wettbewerb in Wetter/Ruhr erfährt, überlegt sie nicht lange und meldet sich an. „Mir hat es gut gefallen, dass es so ‘familiär’ war. Außerdem wollte ich die Chance nutzen, um weitere Kontakte zu knüpfen und wieder auf der Bühne zu stehen. In Berleburg ist das nicht immer machbar“, sagt Anika. Die Casting-Show von Mark habe sie vor allem damit überzeugt, dass tatsächlich die Stimme im Fokus steht: „Der Name des Wettbewerbs ist Programm. Es ging nicht um das Erscheinungsbild der Kandidaten, sondern wirklich darum, wie gut jemand singen kann.“

N wie Neuland. Insgesamt 60 Kandidaten aus ganz NRW kommen zu dem Vorcasting nach Hagen. Drei Runden und drei Lieder später stehen die zehn Halbfinalisten fest. Auch Anika schafft es ins Halbfinale – und muss sich hier ihrem gesanglichen Erzfeind stellen: Ein Lied auf Deutsch singen. Für eine Zweijährige im Supermarkt kein Problem. Aber auf der Bühne vor Juroren und Publikum? „Deutsch singen liegt mir gar nicht“, meint Anika. Die Jury scheint das anders zu sehen: Ihre Interpretation von Mary Roos ESC-Hit „Aufrecht geh’n“ bringt sie ins Finale. „Ich war erstaunt, wie gut das lief – und dann hat’s auch echt Spaß gemacht.“

G wie gewonnen. Show-down: Fünf Gesangstalente stehen im Finale bei „Die beste Stimme zählt“. Jeder soll zwei Lieder seiner Wahl vorstellen. Und nochmal über sich selbst herauswachsen – mit einem Musical-Song. Anika entscheidet sich für „Don’t rain on my Parade“ aus dem Filmmusical „Funny Girl“. Anspruchsvoll, intensiv, die Musical-Nummer schlechthin. So viel Mut und so viel Stimmgewalt wird belohnt: Anika wird Zweite, ganz knapp hinter Janet Spöler aus Voerde. „Wir haben uns das beide einfach so sehr gegönnt, ich habe mich genauso über ihren Sieg gefreut, als wenn ich an diesem Tag gewonnen hätte“, sagt Anika. Und irgendwie hat sie das auch. Denn auch sie darf jetzt ihre CD im Tonstudio aufnehmen, auch sie wird ein Musikvideo drehen und an einem professionellen Shooting teilnehmen. „Das ist so aufregend!“ Was nicht alles aus einer kleinen Supermarkt-Performance einer Zweijährigen werden kann.

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