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Angeklagter flüchtet: Verfahren in Bad Berleburg eingestellt

Amtsgericht Bad Berleburg

Amtsgericht Bad Berleburg

Foto: WP

Bad Berleburg.  Der Mann stahl Hähnchenbrust, Thunfischsalat und Damenhosen. Zur Verhandlung kam er nicht. Jetzt droht ihm die Auslieferung in die Niederlande.

Kurzen Prozess machte Richter Torsten Hoffmann mit einem 34-Jährigen Algerier – der Angeklagte erschien nämlich gar nicht erst zum Prozess. Ihm wird Diebstahl in sechs Fällen vorgeworfen.

Bei den geklauten Dingen handelt es sich um alltägliche Dinge mit geringem Wert wie vier Packungen Hähnchenbrustfilet, Thunfischsalat, Zigaretten, einen Pullover und vier Damen Hosen.

In zwei der Bad Berleburger Supermärkte, in denen er beim Klauen erwischt wurde, erhielt er zudem Hausverbot – dieses ignorierte er jedoch und betrat mit der Absicht, wieder zu klauen, die Supermärkte erneut – mit der Folge, dass er auch wegen Hausfriedensbruchs angeklagt werden sollte.

Auslieferung an die Niederlande droht

Die JVA Siegburg bestätigt seine Verbüßung von Ersatzfreiheitsstrafen bis zum 3. Juli dieses Jahres. Nach der Entlassung blieb von ihm lediglich eine letzte Meldeadresse. „Humorvoll, denn dort wohnt eigentlich der Landrat“ so Richter Hoffmann. So wurde dann auch festgestellt, dass der Angeklagte dort nicht registriert ist.

Seit dem 15. Juli ist er zudem von der zentralen Ausländerbehörde in Unna zur Festnahme ausgeschrieben. Das Verfahren wurde aufgrund unbekannten Aufenthalts des Algeriers vorläufig eingestellt. Bei Festnahme soll er an die Niederlande überführt werden.

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