Volksfest im Museum

Am Schmiedefeuer in Arfeld ist es besonders gemütlich

In besonderem Ambiente genießen die Besucher Leckereien aus dem Schmiedeofen und die Geselligkeit des Schmiedefestes.

In besonderem Ambiente genießen die Besucher Leckereien aus dem Schmiedeofen und die Geselligkeit des Schmiedefestes.

Foto: Emma Rothenpieler

Arfeld.  „Hier ist es sehr gesellig und man bietet auch anderen Menschen etwas damit. Daran wollen wir festhalten”, freute sich Monique Koch.

Schon jahrelang begeistert der Heimatverein Arfeld Einheimische, aber auch Menschen aus dem Umkreis, mit seinem Schmiedefest in ganz besonderem Ambiente in der Arfetalstraße - so auch wieder in diesem Jahr: Besucher der Schmiede verweilten bei frischer Fleischwurst und deftigen Ofenkartoffeln aus dem Schmiedeofen und verbrachten schöne Stunden in geselliger Runde. Erfrischende Bowle und spritzige Getränke rundeten die Festlichkeit ab und sorgten für einen kühlen Kopf in der warmen Schmiede – denn das regnerische Wetter ließ leider nicht immer zu, das Fest auch vor der Schmiede, an der frischen Luft, zu genießen.

Lob für gegenseitige Unterstützung

„Das Schmiedefest ist immer sehr locker umrahmt. Hier ist es sehr gesellig und man bietet auch anderen Menschen etwas damit. Daran wollen wir festhalten”, freute sich Monique Koch, Pressewartin des Arfelder Heimatvereins, der die Schmiede hegt und pflegt und auch das Schmiedefest organisiert. Einige Bewohner aus dem Haus am Sähling Bad Berleburg nahmen sich die Festlichkeit als Ausflugsziel – und verbrachten eine tolle Zeit in der Schmiede. Der Männergesangverein Arfeld brachte Musik in die Runde und sorgte für ein rundum stimmiges Bild in der denkmalgeschützten Schmiede. „Es ist schön zu sehen, wie innerhalb des Dorfes der eine dem anderen hilft”, dankte Pressewartin Koch dem Gesangverein. Auch dem Heimatverein sprach sie ein großes Lob aus: „Jeder bringt sich hier ein, wie er kann. Der Eine kann gut backen, der andere wiederum ist handwerklich begabt. So kann sich jeder mit seinem Talent im Verein einbringen.”

Zu wenig Wasser für Wasserrad

Das beliebte Wasserrad, das an der Schmiede angrenzt, konnte am Festtag leider nicht zum Einsatz kommen – durch die heißen und trockenen Tage in den letzten Wochen ist zu wenig Wasser vorhanden. Dafür war das Schmiedemuseum aber geöffnet und beeindruckte die Besucher mit besonderen handwerklichen und landwirtschaftlichen Ausstellungsstücken. Die Arfelder Schmiede Christoph Zoll und Heinz Belz konnten am Tag des Schmiedefestes leider nicht dabei sein. Das ist aber halb so schlimm, denn die Schmiede und das Museum öffnen jeden ersten und dritten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr ihre Türen. An diesen Tagen kann dann auch den Schmieden bei ihrer Arbeit zugesehen werden!

Hintergrund

Die Schmiede wurde von 1856 bis in die 1970er Jahre betrieben. Wagen aus Stahl- und Holzbauweise sowie landwirtschaftliche Geräte wurden in der Schmiede hergestellt. Auch das Beschlagen von Ochsen, Pferden und Kühen war eine tägliche Aufgabe der Schmiede. Seit 2009 dient die Schmiede auch als Trauzimmer.

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