Geburten

2018 wurden etwas weniger Kinder in Witten geboren

2018 sind in Witten weniger Kinder geboren worden, als noch 2017. Insgesamt aber zeigt der Trend nach oben.

2018 sind in Witten weniger Kinder geboren worden, als noch 2017. Insgesamt aber zeigt der Trend nach oben.

Foto: Waltraud Grubitzsch / dpa

Witten.  In Witten und im gesamten EN-Kreis sind 2018 weniger Kinder geboren worden als im Vorjahr. Insgesamt aber zeigt der Trend nach oben.

Im EN-Kreis sind im vergangenen Jahr weniger Kinder auf die Welt gekommen als 2017. Das geht aus einer neuen Statistik von IT.NRW hervor. Die Zahl der Geburten lag danach bei 2834, im Jahr zuvor waren es 2862, also knapp 30 oder rund ein Prozent mehr. Insgesamt aber zeigt der Trend nach oben.

So erblickten in den Jahren 2008 bis 2013 im Kreis jeweils rund 2300 Kinder das Licht der Welt. Seitdem erhöht sich die Geburtenzahl kontinuierlich. 2018 waren es allerdings auch in Witten weniger Geburten als im Jahr zuvor. Insgesamt zeigt aber auch hier der Trend nach oben. „Seit 2015 haben wir jedes Jahr über 800 Geburten“, sagt Gerd Germakowsky, Leiter der städtischen Statistikstelle. 2018 wurden 852 kleine Wittener geboren. 2017 waren es 881, 2010 hingegen nur 711.

Die sogenannte „zusammengefasste Geburtenziffer“, also die Zahl von Kindern, die eine Frau im Schnitt im Laufe ihres Lebens zur Welt bringt, lag in Witten 2010 noch bei 1,26, stieg bis 2018 aber auf 1,47. Und das, obwohl es immer weniger Frauen im gebärfähigen Alter in der Stadt gibt. Allein von 2010 bis 2015 weiß Germakowsky von einem Rückgang um über zehn Prozent.

Bereitschaft zum Kinderkriegen ist wieder gewachsen, auch in Witten

Aber: „Die Bereitschaft, Kinder zu gebären, ist gewachsen. Das sieht man deutschlandweit, aber eben auch hier bei uns“, sagt der städtische Mitarbeiter. Auch die Zuwanderung wirkt sich hier positiv aus. Im Schnitt bekam eine Frau mit deutscher Staatsangehörigkeit im letzten Jahr 1,37 Kinder. Nicht aus Deutschland stammende Frauen gebaren im Schnitt 2,06 Kinder.

Zugenommen hat die Zahl der Sterbefälle. Sie erhöhte sich im EN-Kreis von 2017 (4235) auf 2018 (4447) um fünf Prozent. In Witten starben im Vorjahr 1272 Menschen, 2017 waren es 1224. Während also tendenziell mehr Kinder geboren werden, steigt gleichzeitig die Zahl der Sterbefälle. Für Witten hieß das im vergangenen Jahr: 420 Menschen weniger wurden geboren als starben. Im gesamten EN-Kreis lag diese Differenz bei 1613.

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