Stadtplanung

Bahnhofstraße: Wittens blaues Band soll wieder leuchten

Das blaue Leuchtband soll auf die nahende Straßenbahn hinweisen. Doch das funktionierte bisher nur selten.

Das blaue Leuchtband soll auf die nahende Straßenbahn hinweisen. Doch das funktionierte bisher nur selten.

Foto: Walter Fischer, Archiv

witten.   Seit 20 Jahren gibt es jetzt das blaue Band aus Bodenleuchten für die Straßenbahn. Meistens funktionierte es nicht. Das soll sich jetzt ändern.

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20 Jahre wird das blaue Band jetzt alt. Doch die meiste Zeiten funktionierten die Bodenleuchten nicht, die die Ankunft einer Straßenbahn ankündigen sollten. Ein teurer Spaß, schließlich kostete die 1999 verlegte Lichtinstallation damals eine Million Mark. Doch jetzt besteht neue Hoffnung, dass sie in nächster Zeit wieder funktioniert.

„Zunächst war angedacht, eine Dauerbeleuchtung direkt in jedem der beiden Schienenstränge zwischen den Schienen zu installieren. Doch das hat die Bogestra nicht erlaubt“, erinnert sich Paul Rybarsch, der die Bodenbeleuchtung damals mit auf den Weg brachte. Doch wenn das blaue Band zwischen den beiden Schienensträngen verlegt und das Kommen der Straßenbahn ankündigen würde, habe es damals Zuschüsse vom Land gegeben, erzählt Rybarsch weiter. Gesagt, getan.

Die ersten beiden Jahre lief die Lichtinstallation noch recht gut. Doch dann gab es Störungen in der Steuerungsanlage. „Und durch die schweren Lkw, die die Läden in der Bahnhofstraße beliefern, gab es auch Schäden an den Leuchten, die voller Wasser liefen“, erinnert sich Rybarsch.

Mal strahlten einzelne Lampen, obwohl keine Straßenbahn kam, mal fielen ganze Abschnitte aus. Oder übermütige Zeitgenossen haben die Lampen so großflächig mit Werbeaufklebern zugepappt, dass das blaue Licht, wenn es denn schiene, Schwierigkeiten hätte, durchzudringen. Inzwischen ist die Anlage komplett abgeschaltet.

Installation besteht aus 200 Bodenleuchten

Ein Sicherheitsproblem sieht Bogestra-Sprecher Christoph Kollmann auch beim Ausfall des blauen Bandes nicht: „Denn wenn jemand die nahende Straßenbahn mal nicht wahrnimmt, wird er durch das Klingeln gewarnt. Außerdem wurde ihre Geschwindigkeit aus Sicherheitsgründen auf zehn Stundenkilometer reduziert.“ Ein verärgerter Passant meint dagegen: „Wer in Gedanken versunken durch die Innenstadt geht, droht doch von der Straßenbahn erfasst zu werden, wenn die Dinger nicht verlässlich funktionieren.“

Die Lichtinstallation besteht aus 200 Bodenleuchten. Laut Stadt wurden die seit dem letzten Jahr nach und nach ausgetauscht. Doch das ganze wird von einem Steuerungskasten aus gesteuert, der in der Obhut der Bogestra ist. „Doch die Kabel wurden durch Ratten angefressen und das Steuerungssystem ist auch defekt“, so Bogestra-Sprecherin Sandra Bruns. Die Bauteile gebe es aufgrund ihres Alters nicht mehr. „Doch zwei junge Kollegen werden die Steuerung ganz neu bauen“, so Bruns. Dann müsste die Beleuchtung wieder funktionieren.

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