Volkstrauertag

Wittener Pastor zum Volkstrauertag: Erinnerung lebenswichtig

Der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft wurde am Volkstrauertag vor dem  Mahnmal im Wittener Lutherpark gedacht. Links im Bild Freiwillige der Feuerwehr Annen, daneben der Bundestagsabgeordnete Ralf Kapschack, Vize-Bürgermeister Lars König und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Ulrich Oberste-Padtberg.

Der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft wurde am Volkstrauertag vor dem Mahnmal im Wittener Lutherpark gedacht. Links im Bild Freiwillige der Feuerwehr Annen, daneben der Bundestagsabgeordnete Ralf Kapschack, Vize-Bürgermeister Lars König und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Ulrich Oberste-Padtberg.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ist am Volkstrauertag in Witten gedacht worden. Was sagte der Pfarrer bei der zentralen Gedenkfeier?

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„Erinnerung ist überlebenswichtig. Denn wer sich nicht erinnert, ist gezwungen, immer wieder dieselben Fehler zu machen.“ Diese mahnenden Worte sagte Hinrich Schorling, Pfarrer der Kreuzkirchengemeinde am Lutherpark, in seiner Ansprache zum Volkstrauertag.

Etwa 60 Wittener waren am Sonntag (17.11.) der Einladung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge zur zentralen Gedenkfeier im Rathaus gefolgt. Der evangelische Geistliche blickte in seiner Rede nicht nur zurück, sondern auch kritisch auf den aktuellen politischen Rechtsruck in Deutschland.

Zitate von Kästner und das Gedicht eines afghanischen Flüchtlings

Ute Dröger zitierte einen Satz aus dem Gedicht „Das letzte Kapitel“ von Erich Kästner. „Die Weltregierung, so wurde erklärt, stelle fest, dass der Plan, endgültig Frieden zu stiften, sich gar nicht anders verwirklichen lässt, als alle Beteiligten zu vergiften.“ Dröge teilte sich mehrere Lesungen mit Brigitte Koch.

Sie griffen dabei ein Spiegel-Interview mit Samuel T. Cohen auf, dem Erfinder der Neutronenbombe, das Gedicht „Krieg“ des afghanischen Flüchtlings Ferhad Haidari und Zitate von Hemingway, Kästner und Camus. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Männerchor „Lyra“, der zum Abschluss der Feier die Nationalhymne anstimmte.

Kranz im Wittener Lutherpark niedergelegt

Etwa 20 Teilnehmer machten sich danach noch auf dem Weg zum Mahnmal im Lutherpark. Dort legten Vize-Bürgermeister Lars König und der Bundestagsabgeordnete Ralf Kapschack einen Kranz nieder. Leo Lorscheider spielte dazu auf der Trompete „Ich hatt’ einen Kameraden“. König: „Wir heute vergegenwärtigt bekommen, wie wichtig Erinnerung ist.“ Auch in den Stadtteilen wurde der Kriegstoten gedacht.

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