Drei Könige

Witten: Ministerin nennt Projekt Drei Könige „beispielhaft“

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (vorne links) überreichte Bürgermeisterin Sonja Leidemann eine Urkunde, die den Umbau der Fläche als „Beispielhaftes Projekt“ auszeichnet. Bei der Eröffnung des Gewerbegebiets „Drei Könige“ waren auch die SPD-Landtagsabgeordnete Nadja Büteführ dabei, Karl-Heinz Behrens (Deutsche Post), Henk Brockmeyer (BEG), Franz Meiers (NRW.Urban), Stadtbaurat Stefan Rommelfanger und Anja Reinken (städtische Wirtschaftsförderung, hinten, v.l.).

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (vorne links) überreichte Bürgermeisterin Sonja Leidemann eine Urkunde, die den Umbau der Fläche als „Beispielhaftes Projekt“ auszeichnet. Bei der Eröffnung des Gewerbegebiets „Drei Könige“ waren auch die SPD-Landtagsabgeordnete Nadja Büteführ dabei, Karl-Heinz Behrens (Deutsche Post), Henk Brockmeyer (BEG), Franz Meiers (NRW.Urban), Stadtbaurat Stefan Rommelfanger und Anja Reinken (städtische Wirtschaftsförderung, hinten, v.l.).

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Witten.  Vier Flächen auf Drei Könige, dem neuen Gewerbegebiet in der Wittener City, sind schon vergeben. Das mit 5800 m² größte Areal geht an die Post.

Mit dem Ausbau des Gewerbegebiets Drei Könige kann es nun richtig losgehen. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach hat am Donnerstag (16. Januar) dafür offiziell das Startsignal gegeben. Allerdings: Etwa zwei Drittel der Flächen auf dem 31.000 m² großen Gewerbegebiet sind schon vergeben, 5800 alleine an die Deutsche Post DHL, die dort ein Logistikzentrum mit rund 100 Mitarbeitern schaffen will.

„Mit dem Gewerbegebiet wird eine Wunde im Herzen der Stadt geschlossen“, sagte die Ministerin lobend bei der symbolischen Eröffnung in Anwesenheit vieler Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Das Land habe ein besonderes Augenmerk auf Brachflächen, Drei Könige sei ein daher „beispielhaftes Projekt“, das Scharrenbach sogar mit einer entsprechenden Landesurkunde auszeichnete.

Land und Kommune hätten gut Hand in Hand gearbeitet. Auch finanziell: Vier Millionen Euro hat die Erschließung insgesamt gekostet, wie Stadtbaurat Stefan Rommelfanger ausführte. 2,2 Millionen davon seien „unrentierlich“, können also durch die Vermarktung nicht wieder reingeholt werden. Von diesem Betrag habe das Land 80 Prozent übernommen.

Die Herausforderung, die archäologischen Funde des Industriedenkmals Steinhauser Hütte auf dem Gelände zu integrieren, habe die Stadt „wunderbar gemeistert“. Davon zeigte sich auch Rommelfanger überzeugt. Das geplante „Archäologische Fenster“ könne sich als „positiver Faktor für die Profilierung des Gebiets“ erweisen. „Darin unterscheidet es sich von anderen.“

Noch werde beraten, auf welche Weise die Funde gesichert werden könnten. „Wir haben Vorgespräche mit dem Landschaftsverband geführt“, sagte der Beigeordnete. An Ina Scharrenbach gewandt fügte er lächelnd hinzu: „Und dann werden wir gerne noch mal auf Ihr Ministerium zukommen.“

Die neuen Bauherren warten ungeduldig, dass es losgehen kann. „Wir sind froh, dass wir endlich fündig geworden sind“, erklärte Post-Niederlassungsleiter Karl-Heinz Behrens. So bald wie möglich sollen Neubau und Umzug erfolgen. Die Immobilie auf dem Siemens-Gelände in Annen entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen.

„Durch einen Neubau in so zentraler Lage versprechen wir uns eine Optimierung der Betriebsabläufe“, so Behrens. Geplant ist ein Verbund-Zustellstützpunkt – also einer für die kombinierte Zustellung von Briefen und Paketen – , in dem in fünf Jahren etwa 11.600 Sendungen wöchentlich bearbeitet werden sollen, so die Prognose.

Die zentrale Lage nahe Innenstadt und Bahnhof war auch für drei Wittener Betriebe der Grund, sich eine Fläche auf Drei Könige zu sichern. Die Firmen Elektro Wieshoff aus Heven, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Ovenhausen aus dem Wullener Feld und der Mode-Versandhändler Marques aus Herbede wollen dort bauen und umziehen. „Diese Lage ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, so etwas findet man sonst nicht“, sagte Cristiano Ferreira Marques, der nicht nur den Online-Handel ausbauen, sondern auch eine Boutique auf Drei Könige betrieben will.

Noch sind einige Grundstücke zu bekommen. Etwa 4000 Quadratmeter sind noch frei und sollen jetzt bald in die Vermarktung gehen, wie Bernd Dinkloh von der Stadt erklärte. Wittener Firmen hätten dabei Vorrang, versicherte die Bürgermeisterin. Aber auch auswärtige Gewerbetreibende könnten sich bewerben.

Der Ausbau der restlichen rund 3000 Quadratmeter muss erstmal warten. Denn sie liegen hinter dem „Archäologischen Fenster“. Erst wenn die bedeutenden Funde baulich gesichert sind, kann das Gelände dahinter bebaut werden. Gesetzt ist hingegen die Freiwillige Feuerwehr. Sie bekommt auf Drei Könige ein neues Gerätehaus.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben