Neujahrsvarieté

Witten: Magier lässt im Saalbau die Brieftasche brennen

Hilfe, es brennt. Magier Erasmus Stein wird auf der Saalbaubühne in Witten am 24. Januar auch eine Brieftasche in Flammen aufgehen lassen. Die Feuerwehr muss für den Trick nicht ausrücken.

Hilfe, es brennt. Magier Erasmus Stein wird auf der Saalbaubühne in Witten am 24. Januar auch eine Brieftasche in Flammen aufgehen lassen. Die Feuerwehr muss für den Trick nicht ausrücken.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Er ist als Magier weltweit unterwegs. Am 24. Januar wird Erasmus Stein mit seinem Neujahrsvarieté in Witten gastieren. Eine Herzenssache.

Es ist ihm eine Herzenssache. Zum dritten Mal wird Erasmus Stein am 24. Januar (Freitag) mit seinem „Neujahrsvarieté“ im Saalbau auftreten. Der gebürtige Wittener Comedian und Magier, der mit seinen Zaubertricks Zuschauer weltweit in Staunen versetzt, verspricht seinen Gästen ein Varieté der Spitzenklasse – mit Artistik, romantischer Luftakrobatik, verblüffenden Illusionen und erfrischender und musikalischer Comedy. Im Interview mit unserer Redaktion sprach der 35-Jährige auch über den Wittener, der ihn als Kind zur Zauberei brachte.

Sie wollen die Wittener Gäste wieder mit vielen neuen Tricks verblüffen. Proben Sie immer noch im Dachgeschoss ihres Elternhauses am Sonnenschein?

Ja, auch wenn ich mittlerweile verheiratet bin. Im Dachgeschoss des Hauses meiner Eltern ist für Proben die Wand verspiegelt. Dort habe ich auch meine Requisiten.


Worauf dürfen sich Ihre Zuschauer freuen?

Zum Beispiel auf die brennende Brieftasche. Das ist ein Zauberspaß aus dem Alltag, den man gut mit dem Satz demonstrieren kann: „Ich bin total abgebrannt.“ Außerdem zeige ich einen Kartentrick mit Pokerkarten aus Las Vegas. Den Trick habe ich vom Magic Live Zauberkongress in Las Vegas mitgebracht, den ich im letzten Sommer vier Tage besucht habe. Ich zeige in Witten nur neue Effekte, neue Nummern.

„Die Wittener werden die schnellste Modenschau der Welt erleben“

Welche Künstler holen Sie auf die Saalbaubühne?

Peter Löhmann – der Stand-up-Comedy zeigt. Er ist eigentlich Oldenburger, aber schon als Schüler in die Schweiz gezogen. Ich habe ihn dort bei einem großen Festival kennengelernt. Ganz fantastisch sind auch Maxim Maurice und Jennifer Martinez. Die beiden zeigen optisch aufwendige Showelemente, bei der Jennifer auch mal schwebt und in einem zuvor leeren Käfig erscheint. Mich werden sie aus dem Nichts auftauchen lassen. Außerdem besitzen die beiden die Fähigkeit, sich blitzschnell umzuziehen. Die Wittener Zuschauer werden die schnellste Modenschau der Welt erleben. Jean Ferry aus Berlin ist ein Weltklasseakrobat. Er zeigt eine Darbietung auf dem Trampolin und Leiterakrobatik. Da stockt mir der Atem. Dann ist noch Klaus Renzel zu sehen. Der Kölner ist eine Mischung aus einem klassischen Clown und einem modernen Zauberkünstler.

Das Haus in Witten-Vormholz sollte 2,1 Millionen kosten: „So etwas muss nicht sein“

Sie waren im vergangenen Jahr viel unterwegs.

Ja, zuletzt war ich von Mitte Dezember bis zum 12. Januar beim Circus Flic Flac zu sehen, der neben der Westfalenhalle gastierte. Wir haben in Dortmund 50 Shows gegeben und hatten rund 80.000 Zuschauer. Das war absoluter Wahnsinn. Ich war ein Teil von 60 Artisten aus der ganzen Welt, die dort zu sehen waren. Von Februar bis Juni bin ich im letzten Jahr im Varieté et cetera in Bochum aufgetreten. Ich war Stargast bei zwei Aida-Kreuzfahrten, die in die Karibik und in die norwegischen Fjorde und nach Island führten.

Und Sie haben im September Ihre Frau Julia geheiratet.

Standesamtlich haben wir schon im November 2018 im Schloss Borbeck geheiratet. Meine Frau ist

Essenerin. Am 7. September 2019 haben wir Freunde und Familie noch einmal zu einer freien Trauung nach Schermbeck bei Dorsten eingeladen. Dort gibt es ein Landhotel mit einer Kapelle. Meine Frau hat übrigens ihre Stelle in einem Unternehmen gekündigt und arbeitet jetzt in meiner Firma mit. Das hat auch den Vorteil, dass wir viel zusammensein können.

Wo wohnen Sie beide privat?

Derzeit in der Wohnung meiner Frau in Essen. Wir suchen aber ein Haus, gerne auch in Witten. Dort bin ich aufgewachsen, habe viele Freunde. Wir haben uns ein Haus in Vormholz angesehen, das sollte aber 2,1 Millionen Euro kosten. (lacht) Da hat selbst beim Zauberer die Brieftasche gebrannt. So etwas muss nicht sein.

Als Erasmus Stein aus Witten als Gummibär auf der Bühne stand

Seit wann steht Erasmus Stein auf der Bühne?

(lacht) Als kleines Kind bin ich als Ballettjunge des Ballettstudios Beate Fromm im Wittener Saalbau aufgetreten. Wenn ich dort jetzt auf der Bühne stehe, treffe ich immer Leute, die mich von früher kennen. Nach dem Neujahrsvarieté 2019 kam eine Frau auf mich zu, die sagte: ,Ich kenne Sie länger als Ihr Vater.' Das war die Hebamme meiner Mutter aus dem Diakonissenhaus! So etwas macht Freude. Auch Burkhard Overkamp vom Wittener Ordnungsamt kommt zu meiner Show. Der Mann ist ein toller Zauberer und hat mir als Kind viele Tricks beigebracht und mich zu meinem ersten Zauberseminar mitgenommen. Wenn ich meinen früheren Zauberlehrer treffe, geht mir das Herz auf.

Was steht beim Magier in diesem Jahr auf dem Programm?

Ich bin in Berlin engagiert, für die TV-Sendung Quatsch Comedy Club, ich bin Stargast bei zwei Aida-Kreuzfahrten, eine führt nach Südafrika, im September bin ich auf Tournee in der Schweiz und Österreich.

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