Glasfaseranschlüsse

Vodafone will Salinger Feld ans schnelle Netz anschließen

Noch glüht es nicht, das schnelle Breitbandnetz im Salinger Feld. Foto:

Noch glüht es nicht, das schnelle Breitbandnetz im Salinger Feld. Foto:

Foto: Daniel Reinhardt, dpa

witten.   Schnelles Internet für die Firmen im Salinger Feld: Vodafone will das Glasfasernetz in Wittens Gewerbegebiet ausbauen – wenn genug mitmachen.

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Vodafone will das Glasfasernetz im Salinger Feld in Witten für mehrere Millionen Euro ausbauen. 340 Unternehmen könnten dann laut Konzern in dem Gewerbegebiet von schnelleren Internetanschlüssen profitieren – mit Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde. Das entspreche der zehnfachen Leistung von VDSL. Statt in zwölf oder 45 Minuten lasse sich damit eine DVD beispielsweise in 36 Sekunden herunterladen.

Solche Hochleistungsanschlüsse seien künftig nötig, da sich die im Festnetz transportierten Datenmengen in den kommenden fünf Jahren versiebenfachen würden, so der Telekommunikations-Gigant. DSL reiche dafür nicht mehr aus. Kleinstbetriebe und Mittelständler haben die Wahl zwischen 500 und 1000 Megabit pro Sekunde, Großunternehmen könnten Gigabit-Anschlüsse mit „symmetrischer Bandbreite“ nutzen, wie es heißt.

Mindestens 30 Prozent der Firmen müssten mitmachen

Der Glasfaserausbau würde sich für Vodafone aber nur rechnen, wenn mindestens 30 Prozent der Firmen dabei sind. Nun wird mit der Vorvermarktung begonnen. Bei Unternehmen, die sich bis zum 17. Juli entscheiden, übernimmt der Konzern eigenen Angaben zufolge die Baukosten für die Verkabelung bis ins Gebäude. Außerdem sparten die Kunden je nach Anschluss zwischen 50 und 200 Euro auf den monatlichen Tarif. Bei einer ausreichend großen Nachfrage solle der Ausbau des Glasfasernetzes noch in diesem Jahr starten.

In Witten sind Unternehmen nach Angaben von Vodafone oft über DSL-Anschlüsse mit dem Internet verbunden. Je nach Auslastung kämen beim Kunden nur wenige hundert Kilobit pro Sekunde an. Durch den Glasfaserausbau könnten die Betriebe bald schon von Geschwindigkeiten mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde im „Up- und Download“ profitieren - das entspreche der zehnfachen Leistung eines VDSL-Anschlusses. Damit lasse sich zum Beispiel die Datenmenge von einer DVD (4,7 Gigabyte) innerhalb von nur 36 Sekunden herunterladen. Zum Vergleich: Mit einer 50 Mbit/s VDSL-Verbindung dauere es zwölf und mit einem DSL-Anschluss mit 16 Mbit/s fast 40 Minuten.

Langsames Internet ist ein Wettbewerbsnachteil

Langsame Internetanschlüsse sind laut Vodafone für Unternehmen ein echter Wettbewerbsnachteil. Den Bau eines eigenen Glasfaseranschlusses hätten sich in der Vergangenheit nur Großkonzerne leisten können. Jetzt bekämen auch Mittelständler die Chance auf einen schnellen Anschluss.

„Mit Glasfaser steigt der Mittelstand vom Trabi in den Porsche. Auf der Datenautobahn fahren die lokal ansässigen Unternehmen so für lange Zeit auf der Überholspur. Denn Glasfaser-Leitungen sind eine zukunftssichere Investition. Auch in Witten könnten Mittelständler zukünftig davon profitieren“, so Nils Reif, Bereichsleiter Vertrieb Glasfaser bei Vodafone Deutschland.

Jedes Gebäude wird mit Glasfaserleitung an eine Verteilerstation angeschlossen

Bei dem geplanten Glasfaser-Ausbau setze Vodafone auf das so genannte „Fiber to the Building“ (FTTB). Mit FTTB werde jedes Gebäude mit einer Glasfaserleitung an die Verteilerstationen angeschlossen. Der Vorteil sei: Mit einem eigenen Glasfaseranschluss müsse die Bandbreite nicht mit anderen Unternehmen geteilt werden, so dass dem Kunden immer die volle Leistung zur Verfügung stehe. Zudem böten Glasfaseranschlüsse gegenüber herkömmlichen Kupferleitungen eine höhere Ausfallsicherheit, da sie weniger störanfällig seien.

Ein weiterer Vorteil ist laut Vodafone die „Zukunftssicherheit der Technologie“. Bei Bedarf könne die Übertragung auf mehrere Gigabit pro Sekunde erhöht werden. Damit rüsteten sich Unternehmen bestens für die zunehmende Digitalisierung.

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