Online-Service

Stadt Witten führt das Handyparken ein

Sie werben für das Handyparken in Witten: Eike Zengerle (Städt. Kommunikationsstelle), Philipp Zimmermann (Verein Smartparking) und Jennifer Knipps (Amt für Datenverarbeitung, v.l.) auf dem Platz der Gedächtniskirche. Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services;

Sie werben für das Handyparken in Witten: Eike Zengerle (Städt. Kommunikationsstelle), Philipp Zimmermann (Verein Smartparking) und Jennifer Knipps (Amt für Datenverarbeitung, v.l.) auf dem Platz der Gedächtniskirche. Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services;

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Auf Wittener Parkplätzen kann seine Parkgebühr über die Apps von Anbietern wie „ParkNow“ bezahlen. Die Münzautomaten bleiben aber stehen.

Was in vielen Städten schon üblich, ist nun auch in Witten möglich: Seit dem heutigen Dienstag kann man auf allen städtischen Stellflächen seinen Parkschein mit dem Handy bezahlen – auch wenn die Automaten stehen bleiben. Die Verwaltung möchte mit diesem Service das Parken einfacher gestalten.

Die Stadt-Mitarbeiter Jennifer Knipps und Eike Zengerle glauben, dass der neue Online-Dienst schnell angenommen wird. Viele Wittener seien technikaffin. Als Beispiel nennt Eike Zengerle das Beantragen eines Bewohnerparkausweises: „Das läuft inzwischen zu 80 Prozent online.“ In einem Jahr, so glauben sie, werden fünf Prozent aller Parkenden mit dem Handy bezahlen.

Für das Handyparken arbeitet die Stadt mit dem Verein Smartparking zusammen, der sein Geschäftsmodell für die Verwaltung kostenlos anbietet. Smartparking ist eine Plattform für die sechs größten deutschen Anbieter fürs Handyparken. Zur Wahl haben die Wittener folgende Apps, die sie sich auf ihr Smartphone laden müssten: „EasyPark“, „ParkNow“, „Park and Joy“, „moBiLET“, „Yellowbrick“, „travipay“.

Parkzeit wie mit einer Fernbedienung verlängern

Trotzdem ist das Handyparken teurer – da die Anbieter einen Zuschlag pro Parkvorgang nehmen. Manche rechnen über den Mobilfunkvertrag dann zehn Cent plus Parkkosten ab. Manche Betreiber bieten ein Abo an: Für 99 Cent kann man einen Monat lang das Handyparken nutzen.

Moderne Autos suchen Parklücken selbst

Philipp Zimmermann, Sprecher der Hamburger Initiative Smarktparking, glaubt, dass sich das Bezahlen via Smartphone wachsen wird. Zum einen sei es in manchen Ländern – wie Irland oder den Niederlanden – gang und gäbe. Zum anderen erhalten moderne Autos eine Software, die freie Parklücken sucht und direkt bezahlt.

Zwölf Verkehrsaufseher arbeiten in Witten

In der letzten Woche haben die zwölf städtischen Verkehrsaufseher (so nennt man heute die Politessen) bereits die Kontrolle des Handyparkens getestet. In ihren Smartphones, mit denen schon jetzt Knöllchen geschrieben und Kennzeichen fotografiert werden, gibt es eine Funktion, die das Handyparken überprüft. Die Verkehrsaufseher sind es auch, die die 50 Wittener Parkautomaten in den nächsten Tagen mit Aufklebern versehen werden, die aufs Handyparken hinweisen. Sofern die Mitarbeiter nicht hinterm Blitzer stehen – das zählt auch zu ihren Aufgaben.

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