Radio-Chef lebt seinen Kindheitstraum

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Der Kindheitswunsch, mal beim Radio zu arbeiten, hat sich für Andreas Wiese schon länger erfüllt. Mit dem heutigen 1. April darf er sich Chefredakteur bei einem Sender nennen. Und zwar bei Radio Ennepe Ruhr in seiner Heimatregion.

In Sprockhövel groß geworden, ist der Moderator seit zehn Jahren in Wetter zu Hause. Und als Kind des Kreises hat sich der 34-Jährige seine Leidenschaft für dieses Medium bewahrt: „Früher habe ich bei langen Reisen immer das Autoradio programmiert. Heute drehe ich reflexartig zur vollen Stunde stets den Ton für die Nachrichten lauter, auch wenn ich im Ausland bin und nix verstehe.“

Praktikant, Volontär, Redakteur, seit Januar 2015 kommissarischer Chefredakteur. Und das alles bei Radio Ennepe-Ruhr, dazu Auslandserfahrung in Paris bei Radio France: Wieses Werdegang war ein Grund, warum sich die Veranstaltergemeinschaft (VG) mit 20 Vertretern aus allen kreisangehörigen Städten für den Mann mit der eher leisen Stimme entscheid. Nach der Trennung vom langjährigen Leiter Tom Hoppe gab es 16 Bewerbungen „und wir haben den Besten genommen“, so VG-Vorsitzender Peter Dziadek aus Herdecke. Auch Wieses Vernetzungen in den Kreis seien vorteilhaft. „Zudem hat er es geschafft, in diesem Jahr die Quote in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen von knapp 20 auf 24 Prozent zu erhöhen.“

Dziadek setzt auf Wieses demokratischen Führungsstil. Durch sein neues Amt müsse der 34-Jährige seine Präsenz im Radio reduzieren. Zu zwei Dritteln besteht sein Alltag künftig aus Organisation, der Rest bleibt fürs Moderieren. „Ich will kein Schreibtischtäter werden und freue mich weiter auf Sendungen, die ich flexibler als zuvor übernehmen werde.“

Zu den Inhalten sagt Wiese: „Wir haben immer die Leute hier im Blick, für sie wollen wir relevante Themen transportieren.“ Das können lokale Informationen sein, aber auch globale Entwicklungen. Nicht zu vergessen: unterhaltsame und lockere Passagen. „Die Hörer wollen, dass wir nicht nur Probleme wälzen.“

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