Vermissten-Suche

Bochumer Familie sucht in Witten nach vermisster Oma

Die Angehörigen von Ingrid A. suchen nun auch in Witten mit Flugblättern nach ihrer Oma. Die 80-Jährige aus Bochum wird seit mittlerweile 17 Tagen vermisst.

Die Angehörigen von Ingrid A. suchen nun auch in Witten mit Flugblättern nach ihrer Oma. Die 80-Jährige aus Bochum wird seit mittlerweile 17 Tagen vermisst.

Foto: Heske

Witten.  Eine Seniorin aus Bochum wird seit 17 Tagen vermisst. Ihre Angehörigen suchen nun auch in Witten mit Flugblättern nach der 80-Jährigen.

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„17 Tage sind eine sehr lange Zeit“, sagt Denise Kiepka. So lange schon wird die Großmutter ihres Lebensgefährten vermisst. Am 23. Juni verschwand Ingrid Adamczyk aus ihrem Pflegeheim in Bochum-Werne. 5000 Flugblätter haben die Angehörigen mittlerweile in fast ganz Bochum und den Dortmunder Stadtteilen Lüdgendortmund und Bövinghausen aufgehängt – nun weiten sie ihre Suche auch nach Witten aus.

„Denn zuletzt wurde sie am Hauptbahnhof in Bochum gesehen“, sagt Kiepka, die am Mittwoch an der Bahnhofstraße die von der Familie selbst finanzierten Zettel verteilte und an Laternen-Pfählen befestigte. Die 80-Jährige sei noch sehr gut zu Fuß, könnte deshalb mittlerweile fast überall sein.

Familie ist jeden Tag unterwegs und sucht

Jeden Tag sei die Familie unterwegs und suche nach der demenzkranken Seniorin. „Allein ich habe schon 1300 Kilometer auf der Suche nach ihr zurückgelegt“, so Kiepka.

„Wir können auch nicht mehr sagen, was sie wohl trägt“, so Kiepka. Auch die Bogestra, Pflegedienste und Taxizentralen seien schon informiert und hätten Bilder der Vermissten erhalten.

Letzte Woche wurde die Seniorin in der U-Bahn-Linie 35 in Bochum gesehen. „Am Donnerstag haben wir uns dann alle an verschiedenen Haltestellen der Linie platziert und gehofft, dass sie irgendwo ein- oder aussteigt“, erzählt Kiepka. Doch ohne Erfolg.

Nun hoffen die Angehörigen, dass neue Hinweise etwa aus angrenzenden Städten ihnen weiterhelfen könnten, etwa aus Witten, aber auch aus Herne, Castrop oder Hattingen. „Darauf sind wir angewiesen, weil die Polizei derzeit nicht mehr aktiv nach ihr sucht“, sagt die Enkelin. Hinweise nimmt die Polizei weiterhin unter 110 entgegen.

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