Umweltdelikt

Vermutlich Quecksilber in der Lippe: Die Polizei ermittelt

Polizeitaucher suchten die Lippe in Dorsten nach Munition ab und entdeckten dabei eine Substanz, bei der es sicht vermutlich um Quecksilber handelt.

Polizeitaucher suchten die Lippe in Dorsten nach Munition ab und entdeckten dabei eine Substanz, bei der es sicht vermutlich um Quecksilber handelt.

Foto: Petra Bosse / FFS

Dorsten/Kreis Wesel.  Es soll sich um eine Menge in der Größe einer Bowlingkugel handeln. Die gefundene Munition stammt aus dem Zweiten Weltkrieg.

Nach dem Fund von Munition und einer Substanz, bei der es sich vermutlich um Quecksilber handelt, hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Wie ein Polizeisprecher bestätigt, wird wegen eines Umweltdeliktes ermittelt. Am Mittwochabend hatten Polizeitaucher im Bereich des Hervester Schwalls in Dorsten Waffenteile, Munition und den verdächtigen Stoff entdeckt. Es besteht weiterhin ein Angelverbot bis zur Grenze des Kreises Wesel.

Ein Schnelltest hatte ergeben, dass es sich bei dem Stoff um Quecksilber handelt. Ob dies wirklich der Fall ist, werde derzeit untersucht, so die Polizei. Die Rede ist von einer Menge in der Größe einer Bowlingkugel. Der Stoff sei inzwischen abgesaugt worden. Nun sucht die Polizei nach einem möglichen Verursacher. Nicht auszuschließen sei jedoch, dass die Substanz aus der Munition ausgetreten ist. Das müssen die Ermittlungen ergeben, so der Polizeisprecher.

Hinweise auf Munition in der Lippe

Bei der Munition und den Waffenteilen handelt es sich um Material aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Polizei habe Hinweise darauf erhalten und daraufhin Polizeitaucher das Areal absuchen lassen, so der Sprecher.

Aus der Lippe wurden an mehreren Stellen Wasserproben entnommen, die derzeit untersucht werden, teilt der Kreis Recklinghausen auf Anfrage mit. Auch der Kreis Wesel ist in engem Kontakt mit der Behörde in Recklinghausen. Das Angelverbot bleibt bis zum Vorliegen der Ergebnisse bestehen.

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