Haftstrafe

Senior aus Wesel geschlagen: 16 Monate Haft für Angeklagten

Das Amtsgericht Wesel verurteilte einen 47-Jährigen zu 16 Monaten Haft.

Das Amtsgericht Wesel verurteilte einen 47-Jährigen zu 16 Monaten Haft.

Foto: Kurt Michelis

Wesel.  Der 47-Jährige wurde wegen mehrerer Delikte angeklagt. Unter anderem brach er auch in das Altenheim Martinistift in Wesel ein und wurde erwischt.

Zu insgesamt 16 Monaten Haftstrafe ohne Bewährung ist am gestrigen Donnerstag ein gebürtiger Weseler verurteilt worden, der sich wegen Diebstahls in mehreren Fällen und vorsätzlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht Wesel verantworten musste.

Der 47-Jährige, der mittlerweile in Oberhausen wohnt, wurde gleich wegen mehrerer Taten angeklagt. Er gab zu Beginn zu, dass er im Januar 2018 gewaltsam eine Tür des Weseler Altenheims Martinistift aufgebrochen hat, um sich an den Wertgegenständen der Bewohner zu bedienen. Das Personal erwischte ihn jedoch auf frischer Tat. Auch die zweite Tat räumte der Angeklagte sofort ein: Im Februar 2018 hat er bei einem Drogeriemarkt in Wesel ein Parfüm mitgehen lassen.

Mit den Fäusten zugeschlagen

Außerdem wurde dem 47-Jährigen vorgeworfen, im Februar 2018 einen Schlüsselbund sowie ein Telefon aus der Wohnung eines Freundes entwendet zu haben. Einen Tag später soll er den Vater des Freundes, einen 86-jährigen Weseler, mit seinem Gehstock geschlagen haben. Der Senior und sein Sohn, die beide als Zeugen aussagten, schilderten den Vorgang anders. Demnach soll der Angeklagte am Tag des Diebstahls zugeschlagen haben – mit den Fäusten, nicht mit einem Gehstock.

Schon länger Probleme mit Drogen

„So etwas würde ich nie tun“, bedauerte der 47-Jährige vor dem Gericht, räumte aber ein, an diesem Tag unter Drogen gestanden zu haben. Auch sein Verteidiger verwies darauf, dass die Körperverletzung durchaus so passiert sein könnte, wenn das Opfer es behauptet. Der Angeklagte habe in der Vergangenheit schon öfter Probleme mit Drogen gehabt, saß wegen insgesamt 27 anderer Delikte, unter anderem Diebstahl und Körperverletzung, schon mehrmals in Haft. Trotz seines Ziels, ein drogenfreies Leben zu führen, reichte das für das Gericht nicht, die Strafe zur Bewährung auszusetzen.

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