Comedy

Markus Krebs gastierte in ausverkaufter Niederrheinhalle

Er hatte laut eigener Aussage „richtig Bock“: Kabarettist Markus Krebs bei seinem Auftritt in der Niederrheinhalle.

Er hatte laut eigener Aussage „richtig Bock“: Kabarettist Markus Krebs bei seinem Auftritt in der Niederrheinhalle.

Foto: Arnulf Stoffel

Wesel.   Wollmütze, Sonnenbrille und Pferdeschwanz: Stand-up-Comedian Markus Krebs präsentierte sein neues Programm „Pass auf...Kennste den?!“ in Wesel.

Eigentlich ist er ja gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann, war als Vize-Baumarktleiter sowie in der Gastronomie tätig. Die Rede ist von Markus Krebs. Der 1970 in Duisburg geborene und heute im Hamminkelner Stadtteil Mehrhoog lebende bundesweit bekannte Stand-up-Comedian mit schwarzer Wollmütze, Sonnenbrille und Pferdeschwanz als Markenzeichen gab jetzt in der Niederrheinhalle ein Gastspiel.

Kein Platz war mehr frei. Das hatte aber auch seinen Grund. Wer wieder einmal richtig lachen wollte, war hier richtig. Über zweieinhalb Stunden unterhielt der Witzbold seine Fans. Der Mann, der mit T-Shirts mit Aufdrucken wie „Brennholzverleih“ oder „Der Mann hinter dem Bauch“ auftritt, braucht für seine Show eigentlich nicht viel. Es genügt ein hochgestellter Kneipentisch, ein Barhocker und – wie soll es auch sonst sein – eine Flasche Bier, also eine typische Kneipen-Atmosphäre. Überall, wo er auftritt, beschert er seinem Publikum Lachkrämpfe und das ohne Atempausen.

„Aldi Quattro“ und Fan vom MSV Duisburg

„Ich hab’ heut’ richtig Bock – ich habe mir selber sogar vier Tickets gekauft“, begrüßte er seine Zuschauer, unter denen auch viele Freunde vom ihm waren. Markus Krebs ist bekannt für seine gnadenlos kompromisslosen Pointen. Ein halber Satz genügt, und schon wird’s lustig. Auch in seiner neuen Show „Pass auf... Kennste den?!“ blieb kein Auge trocken. Krebs hatte wieder einmal voll ins Schwarze getroffen. Ursprünglich wollte er, der einen „Aldi Quattro“ fährt und Fan vom MSV Duisburg ist, seine Show „Comedy all wegen mir?“ nennen. An diesem Abend hatte er vieles auf Lager.

Beispielsweise sprach er über seinen Urlaub, in dem die Putzfrau des Hotels auch als Kellnerin arbeitete und Fahrradklammern trotz kurzer Hose trug. Alltags- und Sauf-Geschichten, kleinere Anekdoten sowie „Ding-Dong“-Witze – über alles wurde gelacht. Immer wieder kam es auch zu Zwiegesprächen mit dem Publikum. Dazu ging er auch auf Versprecher von seinen Kollegen ein, die richtig Spaß machten.

Zwei Sätze und fertig ist der Witz

Krebs erwähnte, dass es manchmal gar nicht so leicht sei, Witze richtig an den Mann zu bringen. Grund sei auch die deutsche Sprache. Manchmal waren es gerade einmal nur zwei Sätze und der Witz war fertig. Dumme Fragen – schnelle Antwort! Manche Witze musste man erst einmal richtig sacken lassen.

Besonders gut kamen tierische Witze an. „Herr Doktor, ich glaube, ich bin ein Hund! - Na dann legen Sie sich doch mal auf die Couch! - Tut mir leid, das darf ich leider nicht!“

Die besten Gags von Krebs als Zugabe

Viele alte Witze hatte der Comedian gut verpackt. Von seiner Spritzigkeit war er ein wenig entfernt. Manche Gags hat man teilweise schon auf den letzten TV-Karnevalssitzungen hören können. Dennoch, es wurde viel gelacht und am Schluss konnte man den Comedian schließlich auch einmal oben ohne sehen.

Rhythmisches Klatschen bewegte ihn dann noch zu einer Zugabe, bei der er – und das kennt man von ihm – seine fünf besten Witze vorstellte. Jetzt geht Markus Krebs auf große Deutschland-Tour.

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