Tierschutz

Magie und Klamauk für das Tierheim Wesel auf der Grav-Insel

Mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Publikum brachten die „AndersArtigen“ – Christian Gadow und Phil Schmitz – ihre Zaubertricks.

Mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Publikum brachten die „AndersArtigen“ – Christian Gadow und Phil Schmitz – ihre Zaubertricks.

Foto: Gerd Hermann / FUNKE Foto Services

Wesel.  Kreative und magische Unterstützung für das klamme Tierheim Wesel: Einer Benefiz-Zauber-Gala auf der Grav-Insel brachte erstaunliche Effekte.

Eine Benefiz-Gala zu Gunsten des Tierheims Wesel gab es am Samstag-Abend in der großen Halle auf der Grav-Insel zu bewundern. Christian Gadow (44) und Phil Schmitz (24) bilden das Comedy- und Magie-Duo die „AndersArtigen“ und hatten mit der Leiterin des Tierheims in Wesel, Gabi Wettläufer, Kontakt aufgenommen mit der Idee, über einen Zauber- und Comedyabend Spenden zu sammeln.

Phänomenales Gedächtnis

„Wir beide sind Tierbesitzer und wissen, dass das Tierheim immer Unterstützung braucht“, sagt Gadow. Für das gut zweieinhalb Stunden dauernde Programm hatten sie auch gleich noch Verstärkung mitgebracht: Mentalist Holger Glang und Zauberkünstler Lukas Knipping versetzten das Publikum ein ums andere Mal in

Erstaunen. So holte Glang drei Zuschauer auf die Bühne und vermochte zu erraten, welche Seite des – von ihnen verdeckt gehaltenen – Rubiks Zauberwürfel nach oben zeigte.

Auch stellte er sein photographisches Gedächtnis unter Beweis anhand der Kreiszahl Pi: Aus einem Büchlein mit den ersten 10.000 Stellen dieser Zahl bat er einen Zuschauer, beliebig eine Seite zu wählen, von dieser einige Ziffern vorzulesen, um selber fortzufahren und die nächsten Zahlen aus dem Gedächtnis zu rezitieren.

Zauberhafter Humor

Nachwuchszauberer Lukas Knipping versteht sich bestens darauf, immer wieder das Publikum in seine Tricks mit einzubeziehen. Ganz gleich, ob von einer Zuschauerin signierte Spielkarten in seinem Mund wieder auftauchen, ob ein von einem kleinen Jungen wild verdrehter Zauberwürfel dem in seiner Papiertüte genau gleicht oder ein schier endloser Strom an Münzen aus seiner Nase zu kommen scheint, immer bleibt den Zuschauern nur offenes Staunen und herzliches Lachen, denn auch um den einen oder anderen lockeren Spruch ist Knipping nie verlegen.

Wortwitz und Selbstironie

Dem wollten die beiden „AndersArtigen“ natürlich nicht nachstehen und zündeten ein Comedy- und Zauberfeuerwerk, gepaart mit herrlichem Wortwitz und einer gehörigen Portion Selbstironie. Scheinbar bleiben Sätze auf halbem Wege stecken und doch steht plötzlich die Pointe im Raum, Sprüche wechseln hin und her und ein Hauch von Las Vegas liegt in der Luft, wenn die Zaubertricks sich steigern zum Höhepunkt, wenn Christian seinen Partner Phil in zwei Teile „zersägt“. Die tolle Bühnenshow mit gut aufgelegten Künstlern begeisterte die Zuschauer.

Viele stellten sich in den Dienst der guten Sache

Laut Tierheimleiterin Gabi Wettläufer wurden 250 Eintrittskarten verkauft. Frikadellen, Brötchen und mehr bot das Team gegen eine Spendean, die Leute griffen zu. Frank Seibt, Geschäftsführer des Campingplatzes Grav-Insel hatte die Halle und den Parkplatz kostenlos in den Dienst der guten Sache gestellt. Die Künstler traten zudem ohne Honorar im Deichhaus auf, um dem klammen Tierheim unter die Arme zu greifen. Zauberei, Klamauk und viele Kinder im Saal machten die Vorstellung zum Familienvergnügen.

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