Musik

Konzert in Hamminkeln zeigt: Welch ein Geschenk ist ein Lied

Der Männerchor Mehrhoog 1982 beim Herbstkonzert unter dem Motto „Liebe, Lust und Leidenschaft“.

Der Männerchor Mehrhoog 1982 beim Herbstkonzert unter dem Motto „Liebe, Lust und Leidenschaft“.

Foto: Gerd Hermann / FFS

Hamminkeln.  Der Männerchor Mehrhoog präsentierte in der Heilig-Kreuz-Kirche ein unterhaltsames Konzert mit der Solistin Sophia Franke und einer Überraschung.

„Wir werden heute Ihre Gefühle ansprechen, denn Lieder berühren und setzen Emotionen frei.“ Mit diesen Worten begrüßte Werner Veidt, Vorsitzender des Männerchores Mehrhoog, die vielen Zuhörer in der Heilig-Kreuz-Kirche in Mehrhoog.

In diesem Kirchengebäude haben die Sänger schon oft gesungen und mit ihrer Musik die Menschen erfreut. Und Veidt hatte Recht gehabt.

Dieses Mal waren die 27 singenden Herren schon ein wenig nervös und angetan, denn sie hatten für ihr Herbstkonzert eine attraktive Diplom-Opernsängerin gewinnen können.

Die Sopranistin Sophia Franke stammt vom Theater Hagen, hatte eine sympathische Ausstrahlung und ließ nicht nur bei den Herren die Herzen höher schlagen. Neben dem ersten Platz beim Hamburger Gesangswettbewerb machte sie sich bereits einen Namen im Metier des Chansongesangs und profilierte sich im Bereich der zeitgenössischen Oper.

Unter dem Titel „Liebe, Lust und Leidenschaft“ gab es ein unterhaltsames Konzert, das so richtig nach dem Geschmack des Publikums geschaffen war.

Komposition von Rheinhard Mey

Das Konzert begann mit einer Komposition von Reinhard Mey „Welch ein Geschenk ist ein Lied“. Bei diesem Konzert wurden reichlich Geschenke verteilt.

Das Programm, das Chorleiter Marco Rohde zusammengestellt hatte, war bunt gemixt und enthielt Lieder, Evergreens, Songs und viele „erzählte Geschichten“ der verschiedensten Epochen.

Ob nun „Der schöne Rosengarten“, „Heimat, Deine Sterne“, oder „Aber Dich, gibt’s nur einmal für mich“, es war vieles dabei, was die Zuhörer kannten. Schwungvoll vorgetragen wurde von der Solistin das „Chianti-Lied“, „Die Berliner Luft“ von Paul Lincke sowie „Meine Lippen, sie küssen so heiß“.

Auch der wohl bekannteste Song von Marlene Dietrich, „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ aus dem Film „Der blaue Engel“ war dabei. Für eine Überraschung wurde ebenfalls gesorgt. „Freedom is coming“ (Der Frieden kommt) sangen die Aktiven gemeinsam mit dem Publikum – dies stand nicht im Programmheft. Dazu gab es Bewegungen mit Renate und Sigrid, von denen auch die Sänger nichts wussten. Eine schöne Einlage. Am Klavier begleitete der Chorleiter selbst.

Lieder aus Kroatien und Russland

Die Männer machten ihre Sache gut. „Fremde Häfen“ wurden besungen, es ertönte ein Volkslied aus Kroatien (Mala Moja) und „Die Ballade von den zwölf Räubern“ aus Russland.

Schließlich noch sang man von „Der Rose“, einem Hit, der vor vielen Jahren durch Bette Midler weltberühmt wurde sowie den Pop-Song „1001 Nacht (Zoom)“.

Noch einmal erklang die schöne Stimme der Sopranistin mit einer Melodie aus „Dem Weißen Rößl am Wolfgangsee“ mit „Mein Liebeslied muss ein Walzer sein“. Schlusspunkt eines sehr abwechslungsreichen unterhaltsamen Konzertes war dann die dreiteilige Komposition von Arnold Kempkens „Marina“, die schwungvoll endete. Am Ende gab es viel Beifall für alle Beteiligten.

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