Personalie

Ingrid Keiten ist die Hamminkelner Herrin der Bücher

Ingrid Keiten ist die neue Leiterin der Bücherei Hamminkeln.

Ingrid Keiten ist die neue Leiterin der Bücherei Hamminkeln.

Foto: Gerd Hermann / FUNKE Foto Services

Hamminkeln.  Mit der Dingdenerin Ingrid Keiten hat die Stadt Hamminkeln eine Büchereileiterin gefunden, die den Ausbau der Bildungseinrichtung vorantreibt.

Bücher? Die waren schon immer ihr Ding. Und jetzt hat sie jede Menge davon, denn Ingrid Keiten ist die neue Leiterin der Stadtbücherei Hamminkeln. Die Dingdenerin ist gelernte Diplom-Bibliothekarin und arbeitet mit Stephanie Koopmann und Marina Wissing sowie einer Schar ehrenamtlicher Unterstützer daran, den Menschen den Spaß am Lesen näher zu bringen.

Eigentlich wollte die 47-Jährige in jungen Jahren später mal Lehrerin werden. Doch dann jobbte sie neben der Schule in der Bibliothek in der Dingdener Akademie Klausenhof und dachte sich, dass das doch auch was für die Zukunft wäre. Also studierte sie in Köln an der Fachhochschule für Bibliotheks- und Dokumentationswesen. Ein Entschluss den sie nie bereut hat, wie sie selbst sagt.

Bei Büchern kommt die Frau ins Schwärmen

Irgendwann einmal der gedruckten Seiten in dem Einband überdrüssig werden? Für Ingrid Keiten ist das eigentlich unvorstellbar. Schließlich enthalte jedes Buch ja eine neue Geschichte: „Es entwickeln sich Dinge im Kopf.“ Und dann dieses tolle Gefühl, wenn man die ersten Seiten aufblättert. Dieser Geruch nach frisch Gedrucktem, der einem in die Nase steigt… Da kommt die Frau ins Schwärmen, man merkt die Liebe zum gedruckten Buch.

Dabei verschließt sie sich nicht den elektronischen Medien. Im Gegenteil. So ein E-Book-Reader sei ja auch praktisch, auf Reisen, beim Pendeln, findet sie. Und deshalb arbeitet sie mit ihren Kolleginnen auch eifrig daran, die Onleihe für die Hamminkelner Stadtbücherei an den Start zu bringen. Hauptsache, die Leute lesen.

Lieblingsbuch ist „Meine geniale Freundin“

Sie selbst hat schon immer gerne gelesen und liebt Familiengeschichten. Ihr Lieblingsbuch? Da kommt Ingrid Keiten ein wenig ins Grübeln. Aber es gibt ja auch so viele tolle Bücher. „’Meine geniale Freundin’ von Elena Ferrante“, antwortet sie schließlich. Wegen der Art und Weise, wie es geschrieben ist, begründet sie ihre Wahl: „So spannend“. Eines von diesen Büchern, die man gar nicht mehr aus der Hand legen will.

Und was hat sie an der Stelle in Hamminkeln gereizt? „Die Wohnortnähe“, lautet erst einmal ganz pragmatisch die erste Antwort der Dingdenerin, die in ihrer Freizeit gerne joggt oder im Garten arbeitet.

Etwas neu mitzugestalten

Denn Ingrid Keiten war lange Berufspendlerin, hat unter anderem acht Jahre im Stadtarchiv in Kleve gearbeitet. Aber neben diesem ganz praktischen Aspekt spricht aus ihrer Sicht noch viel mehr für die Stadtbücherei Hamminkeln: „Hier habe ich die Chance, etwas neu mitzugestalten, mich einzubringen.“ Sich zum Beispiel bei der Onleihe selbst einzusetzen, sei spannend, findet Ingrid Keiten.

Und während sie das erzählt, kommen zwei Mädchen in die Bücherei, die eigentlich noch geschlossen ist. Bücher wollen sie ganz schnell abgeben, bevor der Bus gleich fährt. „Dann machen wir das mal eben“, lautet ihr kurzer Kommentar. Denn auch das reizt sie an der Hamminkelner Bücherei. Diese Abwechselung, dieses jeder muss alles machen, egal ob Leseberatung, Ausleihe oder Veranstaltungen organisieren. Da kommt dann jeden Tag was Neues auf einen zu: „Das finde ich gut.“

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