Ehrenamt

Helfer verteilten 52.513 Mahlzeiten in und um Hamminkeln

Theresia Bottesch , Manfred Brauers, Aloys Grunden, Heinz Klein-Wiele, Adolf Naves, Gisela Selmayr, Walter Terörde und  Walter von Harten wurden von Diakon Heinz Grunden im Beisein der  Pfarrer Melanie Schulz-Guth und Ralf Lamers sowie  Bürgermeister Bernd Romanski geehrt. 

Theresia Bottesch , Manfred Brauers, Aloys Grunden, Heinz Klein-Wiele, Adolf Naves, Gisela Selmayr, Walter Terörde und Walter von Harten wurden von Diakon Heinz Grunden im Beisein der Pfarrer Melanie Schulz-Guth und Ralf Lamers sowie Bürgermeister Bernd Romanski geehrt. 

Foto: Arnulf Stoffel

Hamminkeln.   Die Caritas Dingden ehrte zehn Ehrenamtliche ihrer Aktion „Essen auf Rädern“. Es werden weitere Fahrer gesucht

Auf die Idee, bei der „Essen auf Rädern“-Aktion mitzuwirken, kam Gisela Selmayr vor dreizehn Jahren. „Damals ist mein Mann gestorben. Ich saß alleine zuhause und dachte: Ich muss für mich selbst was tun, um weiterzuleben.“ Die gelernte Krankenschwester aus Ringenberg hat ihr ganzes Leben Menschen geholfen. So entschied sie sich für sich dafür, auf diesem Weg weiterzumachen.

Häufig die einzige Kontaktperson am Tag

„Es bringt wahnsinnig viel, weil man oft für diese Menschen nur die einzige Kontaktperson ist. Die schütteln einem die Hand und bedanken sich dafür, dass du noch kommst. Das ist sehr beeindruckend“, erzählte die 71-Jährige.

Selmayr war eine von insgesamt zehn Helferinnen und Helfern, die bei der erstmals in der Galerie des Landhauses Ridder ausgerichteten Jahresversammlung der Dingdener Caritas-Aktion vor mehr als 270 der 360 aktiven Ehrenamtler für ihr zehnjähriges Engagement ausgezeichnet wurden.

Die Zahl der Essensempfänger wächst

Zuvor hatte Pfarrerin Melanie Schulz-Guth in einer kleinen Andacht mit Auszügen aus dem Korintherbrief und den Gedanken über „Gnade“ und Dankbarkeit“ den Bogen zur Tätigkeit der Fahrer und Fahrerinnen geschlagen. „Wir sind hier, dass wir uns bei Ihnen bedanken, dass Sie ganz viel Gnade besitzen und bekommen haben im Leben.“

2018 habe die Anzahl der Essensempfänger und der verteilten Mahlzeiten zugenommen, berichtete Diakon Heinz Grunden. Insgesamt wurden 52.513 Mahlzeiten verteilt – das waren 890 mehr als 2017. Das bedeute eine Fahrleistung bis zu 197.000 Kilometern mit dem Privatauto. Er dankte allen Aktiven, die nicht nur aus Hamminkeln oder Dingden, sondern auch aus Bocholt, Schermbeck, Hünxe und Wesel kommen – und auch dafür, dass viele Fahrer von den insgesamt 26.000 Euro an ausgezahltem Benzingeld 11.000 Euro spenden und so dazu beitragen, dass der Preis pro Essen bei fünf Euro gehalten werden kann.

Schwieriger Generationenwechsel

Ein Problemfeld sprach er aber offen an: „Wir stehen mitten in einem Wechsel der Fahrergenerationen.“ Viele Aktive seien über 75 Jahre alt sind und werden aus diesem Grund in den nächsten Jahren ausscheiden. „Deshalb ist es besonders wichtig, immer wieder neue Fahrer und Fahrerinnen zu gewinnen“, rief er alle dazu auf „für diesen notwendigen Dienst“ zu werben.

Grunden sprach auch die Planungen für das 40-jährige Jubiläum der Aktion im Jahr 2020 an. „Da wollen wir zwei Tage lang groß feiern“. Er kündigte an, dass die Jahresversammlung dafür ausfallen wird. Die Feier soll im August oder September mit Gästen und Helfern im Landhaus Ridder stattfinden. „Ich hoffe, dass wir noch Sponsoren dafür finden und dass uns die Stadt vielleicht hilft“. Bürgermeister Bernd Romanski bedankte sich bei den Fahrern, „dass Sie sich so dafür engagieren, dass Hamminkeln lebenswert bleibt.“

Urkunde des deutschen Caritasverbandes

Aus den Händen von Pfarrer Ralf Lamers und dem Leiter der Aktion, Diakon Heinz Grunden, erhielten neben Gisela Selmayr noch Theresia Bottesch, Manfred Brauers, Aloys Grunden, Heinz Klein-Wiele, Adolf Naves, Walter Terörde und Walter van Harten die Urkunde des deutschen Caritasverbandes. Karl-Herrmann Hecheltjen und Wilfried Hummel waren nicht anwesend. Nachträglich für 2018 wurde Wilma Mölleken geehrt.

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