Betuwe-Ausbau

Hamminkelner kritisieren Schließung von Bahnübergang

Die Bahnüberquerung Am Schwarzen Wasser auf Höhe Kastanienstraße in Hamminkeln ist noch passierbar. Sie soll im Zuge des Betuweausbaus geschlossen werden

Die Bahnüberquerung Am Schwarzen Wasser auf Höhe Kastanienstraße in Hamminkeln ist noch passierbar. Sie soll im Zuge des Betuweausbaus geschlossen werden

Foto: Erwin Pottgiesser / Ffs

Hamminkeln.  Im Zuge des Betuwe-Ausbaus soll der Bahnübergang Kastanienstraße in Hamminkeln geschlossen werden. Das kritisieren einige Hamminkelner Bürger

Der ADFC, der Hamminkelner Verkehrsverein, die Senioren-Union und der Seniorchef der Obstkelterei van Nahmen, Rainer van Nahmen, haben sich jetzt an den Bürgermeister bezüglich des Ausbaus der Betuwe-Linie gewandt. Sie kritisieren, dass der Bahnübergang Kastanienstraße im Zuge des Ausbaus geschlossen werden soll.

„Die Gegend mit den landwirtschaftlichen Wegen ,Kastanienstraße’, ,Am Schwarzen Wasser’ und danach der ,Heuweg’ durch den Diersfordter Wald zählt mit zu den schönsten Fahrrad- und Wanderstrecken in Hamminkeln und Flüren/Diersfordt. Hier gibt es noch großflächige, fast unberührte Landschaft, die durch Wiesen, Weiden, Hecken, Baumgruppen und Wald abwechslungsreich gegliedert ist. Hier kann man die Ruhe und Stille der Natur noch ohne großen Straßenlärm genießen, da die Diersfordter Straße weit genug entfernt ist. Häufig kann man Rehwild, Hasen, Fasane und Greifvögel beobachten“, schreiben sie an den Bürgermeister.

Bis zum Butenfeld ist es zu weit

Bisher ist geplant, den Bahnübergang Kastanienstraße zu schließen und dafür die Straße Butenfeld per Brücke über die Bahnlinie zu führen. „Man müsste dann von Norden kommend am jetzigen Bahnübergang vorbei weiter auf der Kastanienstraße bis zum Weg Butenfeld fahren, dann die Straßenüberführung nehmen und danach an der Bahntrasse entlang wieder zurück zum jetzigen Bahnübergang Kastanienstraße/Am Schwarzen Wasser fahren. Das würde eine Beeinträchtigung für Fahrradfahrer und Fußgänger und eine starke Erschwernis für Rollator- und Rollstuhlfahrer bedeuten“, kritisieren die Unterzeichner den bisherigen Plan.

Sie plädieren dafür, am jetzigen Bahnübergang eine Straßenunterführung für Radfahrer und Wanderer zu bauen. Das umgebende Gelände böte sich dafür an, findet die Interessengemeinschaft.

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