Streit um Kiesabbau

Grüne: Stadt Hamminkeln soll gegen den LEP klagen

Immer mehr Menschen wollen keinen weiteren Kiesabbau in ihrer Nachbarschaft.

Immer mehr Menschen wollen keinen weiteren Kiesabbau in ihrer Nachbarschaft.

Foto: Heiko Kempken

Hamminkeln.  Der Landesentwicklungsplan erhitzt wegen des Kiesabbaus weiter die Gemüter. Die Hamminkelner Grünen wollen, dass die Stadt gegen den Plan klagt.

Die Grünen fordern die Stadt auf, gegen den Landesentwicklungsplan (LEP) zu klagen, der im Juli in Düsseldorf beschlossen wurde. Einen entsprechenden Antrag haben sie für die Ratssitzung am 10. Oktober gestellt. Sie kritisieren, dass der Versorgungszeitraum für Kiesabgrabungen von 20 auf 25 Jahre ausgeweitet wurde, was nach Einschätzung der Grünen zu einer Erweiterung der Abgrabungsflächen führen wird.

„Auch viele Hamminkelner Bürgerinnen und Bürger stehen diesem ungebremsten Ausbau an Abgrabungsflächen sehr kritisch gegenüber“, sagen die Grünen. Die Bevölkerung fürchte neben dem unwiederbringbaren Verlust von wertvollem Ackerland und der historisch gewachsenen niederrheinischen Kulturlandschaft auch die Entstehung von unendlichen Wasserwüsten, heißt es in dem Antrag.

Grüne sehen keine andere Möglichkeit

Bei vielen Bürgern entstehe der Eindruck, dass hier nur und zuerst den Interessen der Kiesindustrie genüge getan werde und die berechtigten Anliegen der Betroffenen auf der Strecke blieben. „Nachdem alle Einwendungen und vorgebrachten Bedenken erfolglos blieben, sehen wir keine andere Möglichkeit mehr, als den Rechtsweg zu wählen“, heißt es. Ersatzweise regen sie an, dass Hamminkeln sich der Klage des Kreises Wesel und der Kommunen Alpen, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg anschließt.

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