Rudertour

Geschafft! Weseler hat den Atlantik mit Ruderboot überquert

York Hovest und seine Mitstreiter Rainer Ballwanz und Andreas Stollreiter sind auf Barbados angekommen.     

York Hovest und seine Mitstreiter Rainer Ballwanz und Andreas Stollreiter sind auf Barbados angekommen.    

Foto: Saskia Hovest

Wesel/Port Saint Charles.  Nach 51 Tagen und 5060 Kilometern im Ruderboot hat York Hovest aus Wesel wohlbehalten Barbados erreicht. Am Ende wurde es noch einmal mühsam.

Die letzten Kilometer waren noch einmal mühsam – doch York Hovest hat es geschafft: Nach 51 Tagen in einem Ruderboot auf dem Ozean haben der Weselaner und seine Mitstreiter Rainer Ballwanz und Andreas Stollreiter es geschafft. Gegen 16 Uhr Ortszeit erreichten sie nach einer 5060 Kilometer langen Rudertour von Gran Canaria über den Atlantik die Karibikinsel Barbados. Überglücklich wurden sie von ihren Frauen vor Ort empfangen.

Die erlösende Nachricht erreichte seinen Vater Ludger Hovest, der mit seiner Frau Viviane in München auf Enkel Jaspar (10) aufpasst, am Montagabend gegen 21 Uhr. Schwiegertochter Saskia war schon vor einigen Tagen nach Barbados gereist. „Sie sehen müde aus“, weiß Hovest von Bildern der drei Ruderer. Auf seiner Facebookseite postete York Hovest die ersten Fotos von sich: Ein bärtiger Mann reckt die Arme in die Höhe. Ein weitere Aufnahme zeigt die drei Abenteurer, wie sie ihr erstes Bier nach der anstrengenden Tour genießen.

Starke Winde verzögerten die Ankunft auf Barbados

Die Ankunft im Hafen von Port Saint Charles hat sich am Ende noch etwas verzögert, weil es auf den letzten Kilometern um die Nordspitze der Insel starke Winde gab. „Ihr Trainer ist ihnen entgegengefahren und hat sie um die Nordspitze gelotst“, berichtet Ludger Hovest.

50 Tagen hatten die drei wagemutigen Männer, die mit ihrer Rudertour über den Atlantik auf die Probleme der Weltmeere aufmerksam machen wollen, für die Strecke eingeplant. Fast pünktlich erreichten sie nun ihr Ziel. Anfangs hatte schlechtes Wetter die Tour nach dem Start auf Gran Canaria etwas verzögert. Starker Sturm und hohe Wellen bremsten die dreiköpfige Crew aus. Die Verankerungen des Steuerruders brachen im Sturm und mussten repariert werden. Auch die Steuerungsautomatik fiel aus. „Für 70 Tage hätten sie Proviant dabei gehabt“, berichtet Ludger Hovest.

York Hovest war gut auf die Rudertour vorbereitet

Die drei Männer wechselten sich mit dem Rudern ab. Das zehn Meter lange Hightech-Boot hat zwei Kabinen, eine davon ist nur für den Notfall gedacht. Mit an Bord waren auch 25 Kilo Medikamente. Die drei Männer hatten sich vorab sogar für den Notfall in einer Klinik schulen lassen, zum Beispiel lernten sie, wie man einen Tropf legt oder einen Beinbruch schient.

Nun haben sie wohlbehalten wieder festen Boden unter den Füßen. Schon am Wochenende werden York und Saskia Hovest wieder in München erwartet, dann kann auch Jaspar seinen Vater persönlich begrüßen

York Hovest berichtet am 28. Februar im Scala Kulturspielhaus

Seinen ersten großen Vortrag über die anstrengende Tour wird York Hovest, der heute in München lebt, übrigens in seiner Heimatstadt Wesel halten. Am 28. Februar um 20 Uhr berichtet der Umweltaktivist im Scala Kulturspielhaus über die Atlantiküberquerung und zeigt natürlich auch Bilder. Der Tag ist übrigens der 42. Geburtstag seines Sohnes, berichtet Ludger Hovest.

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