Brauchtum

Fusternberger Schützen sammeln für Kriegsgräberfürsorge

    Der Schützenverein überreichte die Spendenbox.

    Der Schützenverein überreichte die Spendenbox.

Foto: Schützenverein

Wesel.  Die Fusternberger Schützen sammelten zusammen mit Soldaten der Schillkaserne für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

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Als Heimatstädtischer Schützenverein ist der Schützenverein Wesel-Fusternberg seit über 178 Jahren fest in Weseler Gesellschaft verankert. Deshalb stellten sich die Schützen des Vereins jetzt die nicht alltägliche Aufgabe, in Zusammenarbeit mit den Soldaten der Bundeswehr des 1st NSB Wesel aus der Weseler Schill-Kaserne, gemeinsam für den Volksbund – Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu sammeln.

Von Tür zu Tür

Von 10 bis 15 Uhr waren drei ungewöhnliche Trupps, bestehende aus jeweils zwei uniformierten Soldaten und Schützen, mit der Spendenbüchse von Tür zur Tür unterwegs. Dies irritierte am Anfang die Fusternberger Bevölkerung, aber fand regen Anklang, dass die Schützen des Vereins dies begleitet und unterstützt. Außerdem unterstützte der ortsansässige Lebensmittelmarkt „Rewe Koch“ die Sammlung und stellte einen Platz zur Verfügung, wo der Schützenverein ein Sammel – und Infostand errichten konnte, damit auch dort Spenden gesammelt werden und die Mitbürger über die wichtige Arbeit des Volksbundes zu informieren.

Mittagessen in der Niederrheinhalle

Von dieser gemeinsamen Aktion war auch das Gastronomenpaar der „Niederrheinhalle Wesel“, Michael und Heike Lohmeyer, so begeistert, dass sie alle beteiligten spontan zu einem kompletten Mittagsessen in der Niederrheinhalle einlud. Dies kam bei allen Sammlern besonders gut an. Zugleich meldete sich auch der Wirt des Restaurants „Zum Yachthafen Wesel“ und machte sich extra aus der Feldmark auf dem Weg, um an dem Sammelstand eine großzügige Spende in die Sammelbüchse zu werfen und sprach den Kameraden für ihr Engagement seine Bewunderung aus.

Gemeinsame Sammlung

Als die Sammelaktion gegen 15 Uhr ihr geplantes Ende fand, bedankte sich Stabsfeldwebel Hilmar Panier, Durchführender des Bundeswehranteils, beim Schützenvereins Präsidenten André Nitsche und seinen Männern für eine gelungene Sammlung und das Engagement seiner Mitglieder. Die Fusternberger Schützen sagten aufgrund der guten Spendenbereitschaft und der überaus freundlichen Behandlung durch die Bevölkerung ihre Teilnahme an der Spendenaktion im nächsten Jahr wieder zu. Stabsfeldwebel Panier meldete einen Tag später, das alle Uniformträger von der gemeinsamen Sammlung begeistert waren und eine enorme Summe gesammelt worden ist.

Gedenkfeier am Ehrenmal

Da der Schützenverein ein traditionsreicher Verein ist, lud dieser auch am Volkstrauertag am Ehrenmal Fusternbergs zu einer Gedenkfeier ein. Es waren nicht nur Kameraden eingeladen, sondern auch die Fusternberger Bevölkerung. „Wir gedenken der Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen!“. In seiner beeindruckenden Rede traf Präsident André Nitsche vom Schützenverein, zusammen mit dem Vorsitzenden des Männergesangsverein Wesel-Fusternberg , die richtigen Worte, die jeden mahnen soll. Zudem rief er die verstorbenen Kameraden ins Gedächtnis, „Wir werden sie nicht vergessen. Nach der Kranzniederlegung, hielten die knapp 40 erschienenen Personen eine Schweigeminute ab.

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