Richtfest

Für ein familienfreundlicheres Brünen

Von links: Zimmermann Hendrik Lensing lässt die Bauherren Ottmar Gedder, Dagmar Geddert, Anka Wulf und Birger Wulf symbolisch den letzten Nagel einschlagen.

Von links: Zimmermann Hendrik Lensing lässt die Bauherren Ottmar Gedder, Dagmar Geddert, Anka Wulf und Birger Wulf symbolisch den letzten Nagel einschlagen.

Foto: Gerd Hermann / FUNKE Foto Services

Hamminkeln.  Durch das Projekt „Wohnen für Jung und Alt“ ist ein Neubaugebiet hinter der Feuerwehr entstanden. Richtfest im ersten Haus.

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Zu der Interessengemeinschaft „Bürger für Brünen“ gehören inzwischen schon einige Projekte – eines davon ist „Wohnen für Jung und Alt“. Die fünf Mitglieder Thorsten Eimers, Maic Hübert, Michael Stenk, Michael Kötter und Roman Brögeler haben klare Ziele vor Augen, um Brünen als Wohnsitz für junge Familien und für die ältere Generation attraktiver zu machen. Seit September 2015 arbeitet die Gruppe an dieser Vision.

Zusammenarbeit mit der Stadt

Die Männer hatten immer wieder davon gehört, dass viele Familien weggezogen sind oder wegziehen wollten, weil sie im Ort aufgrund mangelnden Wohnraums nicht bauen konnten. Doch für Thorsten Eimers stand fest, dass er nicht dabei zusehen möchte, wie Brünen immer mehr ausstirbt, weil nicht genug Platz für junge Familien angeboten wird. Die Gruppe arbeitete also mit der Stadt zusammen. Maic Hübert ist sich sicher: „Wenn viele Bürger sich an einer Sache beteiligen, gewinnt man auch schnell Zustimmung von der Politik. Es gab nie große Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Projekts, neuen Wohnraum zu schaffen. Die gute Zusammenspiel von Bürgern und Politik war sehr wichtig.“

28 neue Baugrundstücke

Hinter der Feuerwehr entstehen derzeit 28 neue Baugrundstücke, die bereits alle verkauft sind und in den nächsten zwei Jahren bezogen werden. Die Größe der Grundstücke variiert zwischen 350 und 550 Quadratmetern. Bei der Vergabe hat die Stadt versucht, Familien zu berücksichtigen. Auch auf Bürger, die dort ein neues Grundstück erworben haben und dafür ein anderes Haus verkauft haben, wurde Rücksicht genommen.

Die fünf Mitglieder von „Wohnen für Jung und Alt“ sind besonders stolz darauf, wie schnell ihr Projekt umgesetzt worden konnte. Insgesamt hat es vier Jahre gedauert, bis am vergangenen Wochenende nun das erste Richtfest gefeiert wurde. „Normalerweise dauert sowas mindestens fünf oder sechs Jahre, manchmal noch länger“, sagt Thorsten Eimers.

Viel Engagement

Wie der Name „Wohnen für Jung und Alt“ bereits verrät, setzen sich die Bürger nicht nur für die jüngere Generation ein. Auch die älteren Bürger in Brünen sollen vom Engagement und Einsatz der Projektgruppen profitieren. Maic Hübert erzählt, dass für sie eine Tagespflegestätte entwickelt werden soll. Vorgesehen ist ein Servicewohnen mit 24 Plätzen und eine Tagespflege mit 16 Plätzen. Dieses Projekt würden die Mitglieder gerne noch etwas beschleunigen.

„Bürger für Brünen“ zeigen deutlich, dass sich die Bewohner ständig für die Weiterentwicklung des Dorfes einsetzen. Neben dem Wohnprojekt gibt es die Dorfgestaltung, wo die Dorfmitte um den Marktplatz und die Kirche durch Fördergelder neugestaltet werden soll. Aus dem Projekt „Internet und Mobilität“ ist der Bürgerbus entstanden – und die Gruppe „Rat und Hilfe“ hat sich besonders um Flüchtlingshilfe gekümmert. Außerdem beschäftigen sich einige Bürger mit Angeboten rund um Freizeit, Jugend und Sport, andere mit dem historischen Brünen.

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