Lesung

Dorothee Achenbach fesselt Literatur-Fans in Hamminkeln

Spiegel-Bestseller-Autorin Dr. Dorothee Achenbach las im Landcafé  am Schloss Ringenberg.

Spiegel-Bestseller-Autorin Dr. Dorothee Achenbach las im Landcafé am Schloss Ringenberg.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Hamminkeln.  Die Bestseller-Autorin stellt ihr aktuelles Buch „Im Schatten des Mondsterns“ in Ringenberg vor. Dabei berichtet sie auch über ihre Arbeit.

Ein kultureller Leckerbissen der besonderen Art wurde im Landcafé am Schloß Ringenberg geboten. Bestseller- Schriftstellerin Dorothee Achenbach las aus ihrem neuen Buch „Im Schatten des Mondsterns“, das eine Mélange aus Liebesgeschichte, Krimi und Historienroman ist.

Gebannt lauschten die Besucher im voll besetzten Café der Geschichte um Greta und Bekir, ihrer Liebe, ihrem Hoffen und Bangen zwischen Moderne und Tradition. Dass dieses Buch Achenbachs erster Roman ist, vermag man angesichts der Virtuosität in der Handhabung des Materials kaum glauben.

Ein Kaleidoskop mit 17 Hauptpersonen

Geschickt lenkt die promovierte Kunsthistorikerin dabei ein Kaleidoskop von 17 Hauptpersonen, deren persönliche Geschicke sich über sechs Jahrzehnte ausbreiten und beweist schriftstellerische Raffinesse bei den einzelnen Handlungssträngen, indem immer wieder am Ende der Kapitel Spannungspunkte oder Cliffhanger gesetzt werden, die es schwer machen, das Buch aus der Hand zu legen.

Gefragt nach der Idee zu diesem Buch antwortet sie, dass ihre persönlichen, sehr positiven Erfahrungen aus zahlreichen Türkei-Reisen, aber auch die politische und gesellschaftliche Veränderung dort – Stichwort Erdogans Machtübernahme – in Verbindung mit der seit 2015 (etwa die Zeit, in der der Roman spielt) andauernden Masseneinwanderung nach Deutschland eine große Rolle gespielt haben.

Dorothee Aschenbach: Es war Zeit für einen Roman

Nach ihren beiden autobiographischen Büchern „Meine Wäsche kennt jetzt jeder“ und „Ich liebte Sträfling No. 1“, die beide hohe Platzierungen auf der Spiegel-Bestsellerliste erreichten, fand sie, dass es Zeit sei für einen Roman. Sie wollte „eine spannende und berührende Geschichte schreiben“ und habe „viel recherchiert, viel gelesen und mit vielen Menschen gesprochen.“

Obwohl es rein fiktive Figuren und Geschichten seien, so sei letztlich „doch keines dieser Schicksale erdacht, weil es in irgendeiner Form so passierte“. Es ist eine türkische Geschichte über eine Einwandererfamilie aus den 60er Jahren und eine deutsche Geschichte „in Form einer großen Liebe: die Liebe zwischen Mann und Frau, Eltern und Kind, aber auch die Liebe zur Heimat.“

Besteller-Autorin schrieb an ganzes Jahr an dem Roman

Ein ganzes Jahr hat sie geschrieben, aber was sagt das schon über die Arbeit aus, die ein Autor mit seiner Geschichte hat? „Ich hatte den Anfang, und ich wußte, wie es enden wird. Die Frage war: Wie kriege ich die beiden zusammen?“ Selbstverständlich hat Dorothee Achenbach nicht den Ausgang der Geschichte verraten, sondern den begeisterten Zuhörern mit Augenzwinkern ein persönlich signiertes Exemplar des Romans versprochen.

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