Politik

Der Ortsverband der AfD in Schermbeck löst sich auf

Am 22. September 2018 zeigte sich die AfD in Schermbeck mit einem Infostand an der Mittelstraße.

Am 22. September 2018 zeigte sich die AfD in Schermbeck mit einem Infostand an der Mittelstraße.

Foto: Petra Bosse / FFS

Schermbeck.  Grund für diesen Schritt sind Differenzen mit dem aktuellen Kreisvorstand. Erst vor anderthalb Jahren hatte sich der Ortsverein gegründet.

Der Schermbecker Ortsverband der Partei AfD hat sich aufgelöst. Nach NRZ-Informationen hatte sich dieser Schritt bereits seit Wochen angedeutet, in dieser Woche wurde er nun vollzogen.

Hintergrund sind offenbar Differenzen mit dem Vorstand des AfD-Kreisvorstandes. Einem Teil des Vorstandes wird vorgeworfen, sich nicht eindeutig von der NPD zu distanzieren.

Irritationen schon bei der Gründung

Genauso mysteriös wie die Gründung des Ortsverbandes in Schermbeck, als die Verantwortlichen zunächst ihre Namen nicht nennen wollten, dann aber Tage später diese doch bekanntgaben, verlief nun auch die Auflösung, die ebenfalls (erstmal) nicht an die Öffentlichkeit kommen sollte: Offiziell war auf NRZ-Anfrage auch nach dem beschlossenen Aus keine Stellungnahme zu der Auflösung zu bekommen.

Infostand 2018 in der Mittelstraße

Die Partei hatte in Schermbeck rund ein Dutzend Mitglieder. Aufsehen erregten sie mit einem Info-Stand in der Mittelstraße in Schermbeck am 22. September 2018, der polarisierte und zeitgleich eine Demonstration von hunderten AfD-Gegnern zur Folge hatte.

Nachdem im April 2019 in Schermbeck zwischen 50 AfD-Wahlplakate gestohlen wurden, übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen.

Erst kürzlich hatten bei einer NRZ-Umfrage zur neuen Parteienlandschaft in der Gemeinde mehrere andere Parteien in Schermbeck jede Zusammenarbeit mit der AfD grundsätzlich ausgeschlossen.

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