Kultur

Das Hamminkelner Neujahrskonzert bring ein Hauch von Wien

Der Solist József Lendvay ist beim Neujahrskonzert wieder dabei.

Der Solist József Lendvay ist beim Neujahrskonzert wieder dabei.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Hamminkeln.  Zum dritten Mal wird die „festival:philharmonie westfalen“ im Ratsaal auftreten und vor allem die beliebten klassischen Gassenhauer präsentieren

In Westfalen heißt es „Beim dritten Mal ist es eine Tradition“. Dem entsprechend könnte man das Neujahrskonzert im Hamminkelner Ratsaal - wenn die Stadt in weiten Teilen auch zum Niederrhein gehört - durchaus als Traditionsveranstaltung bezeichnen. Immerhin ist das Konzert in einigen Köpfen schon so verankert, dass im Rathaus bereits Kartenwünsche eingegangen sind, obwohl es noch gar keine Karten gab, wie Bürgermeister Bernd Romanski gestern bei der Programmvorstellung erzählte.

Er outete sich einmal mehr als Fan des Neujahrskonzerts im Ratsaal ob der besonderen Atmosphäre und der Nähe zu den Musikern: „Weil du gucken musst, ob du dem ersten Geiger nicht im Weg bist“. Und auch der Intendant Dirk Klapsing freut sich schon auf das besondere Ambiente und scherzte gestern: „Es ist ja auch schön, wenn mal Harmonie im Ratsaal herrscht.“

Bekannte Walzer und heitere Märsche auf dem Programm

So wird das Orchester am Sonntag, 5. Januar, um 11 Uhr, ein bunt gemischtes Potpourri an beliebten Stücken – darunter bekannte Walzer, feurige Polkas und heitere Märsche bis hin zu mitreißenden Melodien – im Ratssaal präsentieren und so das Jahr 2020 begrüßen. Das Vorbild für die Neujahrstournee sind die jeweils zum Jahreswechsel stattfindenden Neujahrskonzerte im goldenen Musikvereinssaal in Wien, die via Fernsehen in die ganze Welt übertragen werden und ein Millionenpublikum erreichen.

Unter der Leitung des bulgarischen Dirigenten Martin Panteleev, der zuvor bereits Gastdirigent von Leonard Bernsteins Philharmonie der Nationen war, bringt die „festival:philharmonie westfalen“ ein klassisches Neujahrsprogramm auf die große Bühne, mit dem der Jahresauftakt beschwingt begangen werden kann.

Der ungarische Teufelsgeiger ist wieder dabei

Unterstützung bekommen die Musiker vom „ungarischen Teufelsgeiger“ József Lendvay. Der Echopreisträger ist eine Koryphäe auf seinem Gebiet, unnachahmlich, außergewöhnlich und einzigartig. Mit seiner leidenschaftlichen Spielfreude, virtuosen Technik und brillanter Musikalität möchte der Stargeiger gemeinsam mit der „festival:philharmonie westfalen“ nun auch Freunde der klassischen Musik zum Jahresauftakt erfreuen.

Die „festival:philharmonie westfalen“ ist das Orchester der „musik:landschaft westfalen” und brachte erstmals im Sommer 2012 im Rahmen der „penderecki musik:akademie westfalen” hochtalentierte Studierende und Absolventen von Hochschulen und Konservatorien der ganzen Welt in Borken zusammen.

Die Musiker kommen immer wieder neu zusammen

Mit Krzysztof Penderecki, einem der wichtigsten Komponisten und Dirigenten der Gegenwart, studierten die jungen Musiker in drei Sommerakademien in Borken. Im Jahr 2014 feierte der umjubelte Krzysztof Penderecki seinen 80. Geburtstag und nahm diesen zum Anlass, mit seiner „festival:philharmonie westfalen“ auf eine kleine Jubiläumstournee zu gehen. In der Tradition der „penderecki musik:akademie westfalen” kommt die „festival:philharmonie westfalen“ in jedem Jahr zum Sommerfestival „musik:landschaft westfalen” zusammen, um sich hier immer wieder aufs Neue zu einem temporären Klangkörper zu vereinigen.

Karten zum Preis von 39 Euro für das Konzert gibt es bei Lotto Biggel, unter der Ticket-Hotline , per E-Mail an info@musiklandschaft-westfalen.de sowie im Internet unter www.musiklandschaft-westfalen.de

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