Verkehrsplanung

CDU Hamminkeln will A3-Anschluss am Molkereiweg prüfen

An der Autobahn 3 zwischen Wesel und Brünen soll ein neuer Anschluss gebaut werden.

An der Autobahn 3 zwischen Wesel und Brünen soll ein neuer Anschluss gebaut werden.

Foto: Markus Weissenfels / FFS

Hamminkeln.  Der Stadtverband will auch die Bürger in Brünen zur Ortsumgehung befragen. Irritation nach Beschluss in Wesel zum Bau an der B 70.

Angesichts der Diskussion um den geplanten A3-Anschluss an der B 70 und die Auswirkungen für die Brüner Anwohner beantragt die CDU Hamminkeln, die Machbarkeit der Variante Nord-West-Umgehung mit einem Anschluss am Molkereiweg statt an der B 70 zu prüfen. Außerdem soll die Stadtverwaltung eine Bürgerinformationsveranstaltung in Brünen durchführen und per Bürgerbefragung ein Votum für oder gegen eine Ortsumgehung einholen.

Dieser Antrag an die Stadtverwaltung ist Teil eines Eckpunktepapiers, das der CDU Stadtverband am Mittwochabend beschlossen hat. Die Machbarkeit des A3-Anschlusses am Molkereiweg soll nicht durch ein weiteres Gutachten, sondern in Abstimmung mit den zuständigen Behörden geprüft werden, erläuterte der Stadtverbandsvorsitzende Norbert Neß zur NRZ.

Variante mit Anschluss am Molkereiweg als weitere Möglichkeit

In dem bestehenden Gutachten, das die Städte Wesel und Hamminkeln gemeinsam in Auftrag gegeben haben, werden die Auswirkungen der Varianten Umfahrung Ost, Umfahrung West und ohne Umfahrung dargestellt. Die Ost-Variante hätte die größeren Entlastungseffekte, während die Nord-West-Variante den Ort stärker von Kiestransporten und Motorverkehr entlasten würden. In der Diskussion um das Gutachten kam diese Variante in Kombination mit dem Anschluss am Molkereiweg als weitere Möglichkeit auf.

Der Weseler Stadtrat hat den Beschluss zum Autobahnanschluss an der B 70 schon gefällt. Norbert Neß zeigte sich davon überrascht. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir gemeinsam eine Linie finden“, sagte er mit Blick auf die Kollegen der Weseler CDU.

CDU: Umgehung für Brünen ist notwendig

In dem Eckpunktepapier heißt es dazu: „Schöner und für das gemeinsame Ziel dienlicher ist eine abgestimmte Vorgehensweise der beteiligten Kommunen statt Alleingang oder Schnellschuss. Qualität geht vor Geschwindigkeit.“ Die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik soll sich bei der Landesregierung und Straßen.NRW für die Projekte einsetzen und die Abstimmung zwischen Wesel und Hamminkeln weiterhin koordinieren, heißt es.

Fest steht für die CDU auf jeden Fall, dass es eine Ortsumgehung für Brünen geben muss. Nun müssten die Voraussetzungen geschaffen werden. Der Ortskern soll insbesondere von Lkw und Motorrädern entlastet werden. (rme)

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