Weltladen

Kinder malen Wattenscheider Motive für Schokolade

Klaus-Jürgen Franke und Gabriele Rebbe vom Weltladen Wattenscheid bei der Kindermalaktion zum Thema Taufstein.

Klaus-Jürgen Franke und Gabriele Rebbe vom Weltladen Wattenscheid bei der Kindermalaktion zum Thema Taufstein.

Foto: Vladimir Wegener

Wattenscheid-Mitte.   Kinder aus der Kita St. Joseph haben den historischen Taufstein aus der Propsteikirche gemalt – Teil der Weltladen-Aktion zum Fairen Handel.

Dies ist einer der ältesten Figurentaufsteine in Deutschland: Das wertvolle Exemplar mit vier Christus-Darstellungen steht auf vier steinernen Löwenpfoten in der Propsteikirche und ist in der Zeit um 1000 entstanden – ein Relikt aus der frühromanischen Zeit.

Das Taufbecken ist rund eine Tonne schwer und aus Ruhrsandstein gefertigt. Schon bald wird ein Bild dieses alten Taufsteins Schokoladentafeln zieren – als Abbildung, die Kinder gemalt haben.

Der Weltladen Wattenscheid führt nämlich eine Aktion fort, um Produkte, die in der Dritten Welt aus nachhaltiger Produktion entstanden sind, nicht nur Kindern und Erwachsenen näher zu bringen, sondern diese auch in Wattenscheid und Bochum zu verkaufen. Dazu fand am Donnerstag zunächst eine Infostunde mit Kindern der Kita St. Joseph (Geitlingstraße) am Taufstein in der Propsteikirche statt. Gabriele Rebbe las dazu aus dem „Wattenscheider Sagenbuch“ von Dirk Sondermann vor. Anschließend ging es in den benachbarten Gertrudissaal, wo die Kinder das Erlebte mit Buntstiften malerisch zu Papier brachten.

„Wir haben zuvor eine ähnliche Aktion mit dem Kindergarten St. Gertrud durchgeführt“, erklären Gabriele Rebbe und Klaus-Jürgen Franke vom Weltladen Wattenscheid. Damals ging es um die als Stadtpatronin bekannte hl. Gertrud. Eltern, Kinder, das Weltladen-Team und Bernd Gülker vom Kunstzentrum Wattenscheid werden unter den Bildern auswählen, welche die Verpackung der Gepa-Schokolade aus Fairem Handel zieren sollen. Diese wird dann im Weltladen in der ev. Friedenskirche und in den sieben WAT-Kindergärten, die das „Fair“-Siegel tragen, als „Stadtteil-Schokolade“ angeboten.

Kindergarten aus Günnigfeld

„Auch die Kita Herz Mariä aus Günnigfeld wird an der Aktion teilnehmen“, sagt Gabriele Rebbe. Erzieherin Katrin Beinke-Brandt von der Kita St. Joseph betont, dass ihre Einrichtung sich schon seit geraumer Zeit mit dem Thema Fairer Handel beschäftigt. „Denn viele unserer Waren und Produkte werden unter Missachtung von Arbeits- und Menschenrechten produziert. Kinderarbeit ist da leider Gottes an der Tagesordnung.“

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