Innenstadt

August-Bebel-Platz in Wattenscheid soll attraktiver werden

Drei Varianten für den Umbau des August-Bebel-Platzes liegen vor. Die bisher öde Fläche soll attraktiver gestaltet werden.

Drei Varianten für den Umbau des August-Bebel-Platzes liegen vor. Die bisher öde Fläche soll attraktiver gestaltet werden.

Foto: Gero Helm

Wattenscheid-Mitte.   Der August-Bebel-Platz soll umgebaut werden. Die Geschäftsleute fordern dabei für ihre Kunden den Erhalt den Parkplatzes.

Der August-Bebel-Platz soll umgestaltet werden, um ihn attraktiver zu machen. Dazu liegen drei Umbau-Varianten vor, die die Stadt den Bürgern vorgestellt hat. Das war im September 2018 – seitdem gab es allerdings nichts Neues mehr zu dem Thema.

Vor allem die Geschäftsleute in dem Bereich wollen frühzeitig wissen, wie künftig mit den Parkplätzen und dem Verkehr umgegangen wird. Eine Verkleinerung des Parkraums lehnen sie ab. „Es ist wichtig, dass die Stellplätze erhalten bleiben, damit die Kunden die Geschäfte gut erreichen können. Alles andere wäre existenzbedrohend“, betont auch CDU-Ratsmitglied Karl-Heinz Christoph. Er hatte deshalb im städtischen Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität eine Anfrage an die Verwaltung zum aktuellen Sachstand der Umgestaltung des Bebel-Platzes und zum zeitlichen Ablauf gestellt, die in der Sitzung am 28. Mai beantwortet wird.

Drei unterschiedliche städtebauliche Machbarkeitsstudien von Architekturbüros wurden den Bürgern 2018 beim Infoabend in der Alten Lohnhalle präsentiert, dazu gab es intensive Diskussionen. Der weitere Planungsprozess wurde laut Stadt seitdem „inhaltlich und organisatorisch strukturiert. Dazu gehört eine städtebauliche und freiraumplanerische Bewertung zur Platzdimension und -struktur und eine verkehrsfunktionale Bewertung einer zukunftsweisenden ÖPNV-Haltestelle und der grundsätzlichen Verkehrsführung“, heißt es in der Verwaltungsantwort auf die CDU-Anfrage.

Bürger werden eingebunden

Noch vor der Sommerpause soll der Bezirkspolitik ein Vorschlag zur Planungsgrundlage und zum weiteren Beteiligungsprozess vorgestellt werden. Dabei sollen die Bürger und Anrainer eingebunden werden. Die bereits eingereichten Stellungnahmen im Rahmen der öffentlichen Auslegung der drei Machbarkeitsstudien sollen im weiteren Verfahren wieder aufgegriffen werden.

Der Umbau des August-Bebel-Platzes soll auch mit Mitteln aus der Stadtbauförderung erfolgen, das Land will sich mit bis zu 80 Prozent an den Kosten beteiligen. Laut Stadt kann frühestens für das Förderprogramm 2021 zum 30. September 2020 ein Förderantrag gestellt werden. Dies könnte einen Baubeginn im Jahr 2022 bedeuten – das wäre also der frühestmögliche Termin. Nicht nur die Fördermittel müssen bewilligt werden, auch die Stadt muss in ausreichender Höhe Eigenmittel bereit stellen. Auch davon hängt ab, in welcher Zeitfolge die angedachten Maßnahmen durchgeführt werden.

Stadt will Fördermittel beantragen

Drei Planungsbüros haben im Auftrag der Stadt Entwürfe für einen neuen August-Bebel-Platz vorgelegt. Mit Stadtumbau-Mitteln in Höhe von drei Millionen Euro soll die rund 20 000 Quadratmeter große Fläche umgebaut werden.

Der Platz – bisher eher eine stark befahrene Betonwüste mit wenig Grün – soll durch den Umbau attraktiver werden und mehr Aufenthaltsqualität bieten; Fußgänger und Radfahrer sollen ihn dadurch besser nutzen können. Dabei gilt es seine Funktion als ÖPNV-Knotenpunkt zu erhalten. Zukünftig soll das Nebeneinander von öffentlichem Nahverkehr, Autos, Fußgängern, Gastronomie und Gewerbe sowie Pavillons besser strukturiert werden.

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