Mitbestimmung

Warum die Stadt Warstein jetzt ein Kinderparlament bekommt

Diskutieren und mitbestimmen: In Warstein tagt im Juni zum ersten Mal ein Kinderparlament, in anderen Städten wie hier in Gelsenkirchen gibt es ähnliche Formate schon länger.

Diskutieren und mitbestimmen: In Warstein tagt im Juni zum ersten Mal ein Kinderparlament, in anderen Städten wie hier in Gelsenkirchen gibt es ähnliche Formate schon länger.

Foto: Ralf Rottmann

Warstein.   Im Juni tagt in Warstein zum ersten Mal ein Kinderparlament. Was Bürgermeister Thomas Schöne und die Stadt damit erreichen wollen.

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Wippe oder Sandkasten? Klettergerüst oder doch ein anderes Spielgerät? Busverbindungen ausbauen? Freizeitmöglichkeiten für Kinder unterstützen? In den Schulen im Stadtgebiet ist die Mitbestimmung der Jungen und Mädchen schon lange ausdrücklich gewünscht.

Durch das Projekt „Kinderparlament“, das von Bürgermeister Thomas Schöne initiiert wurde, soll die Beteiligung jetzt auf eine höhere Ebene gehoben werden – und das nicht nur in Buchstaben auf dem Papier, sondern im alltäglichen Umgang.

Schüler debattieren über Zukunft der Spielplätze

Unter der Leitung des Bürgermeisters wird das Kinderparlament am 27. Juni in der Aula in Belecke tagen. Es werden jeweils vier Schüler und Schülerinnen der dritten und vierten Klassen, die vorab intern gewählt werden, zu der Sitzung entsandt.

Die Themen, die im Kinderparlament beraten werden, ergeben sich durch die theoretische Erarbeitung der Kinderrechte im Rahmen von Projekttagen in den jeweiligen Schulen. Überdies wird aktiv an einem der Kinderrechte gearbeitet: Am konkreten Beispiel „Spielflächenplanung“ soll das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung demokratisch umgesetzt werden.

Von den Lehrern und Lehrerinnen der städtischen Grundschulen, sowie des Europa-Gymnasiums Warstein, ist das Projekt mit großem Interesse angenommen worden. Mit viel Engagement starten die beteiligten Lehrer gemeinsam mit Christina Müller und Kerstin Westermann aus dem Jugendamt in die Vorbereitung.

Kindern soll Wertschätzung entgegengebracht werden

Die Kinderrechte gelten für über zwei Milliarden Kinder auf der Welt. Wie erfahren die eigentlichen Ansprechpartner dieser Rechte, nämlich die Kinder, was die einzelnen Länder für die Rechte tun? Im Rahmen des Projekts wird den Schülern und Schülerinnen demokratische Mitwirkung versprochen.

„Das Kinderparlament soll dazu beitragen, dass Kinder – die Experten ihrer eigenen Dinge – bei Entscheidungen, welche sie betreffen und wo sie im Mittelpunkt stehen, berücksichtigt werden“, so Christina Müller, zuständige Mitarbeiterin des Jugendamts der Stadt Warstein. „Neben der Partizipation, wodurch die Wünsche und Anregungen anerkannt, einbezogen und umgesetzt werden können, ermöglicht das Projekt, dass den Kindern Wertschätzung entgegengebracht wird.“

Erreicht werden soll mit dem Projekt schlussendlich, dass für die Kinder Demokratie in ihrer Lebenswelt erfahrbar gemacht wird. „Ich freue mich auf das Projekt und möchte schon jetzt den Schulen, unseren herzlichen Dank für die Kooperationsbereitschaft aussprechen“, betont Christina Müller.

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