Unfall

Tödlicher Unfall am Möhnesee – Mann sprang von Sperrmauer

Das elfjährige Mädchen wurde lebensgefährlich verletzt und mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik in Dortmund gebracht.

Das elfjährige Mädchen wurde lebensgefährlich verletzt und mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik in Dortmund gebracht.

Foto: dpa (Archiv)

Möhnesee.  Ein Mann ist bei einem Sturz von der Sperrmauer am Möhnesee tödlich verunglückt. Seine elfjährige Tochter wurde lebensgefährlich verletzt.

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Am Möhnesee hat es am Samstagabend einen tödlichen Sturz gegeben: Wie die Polizei berichtet, sind ein Mann und ein Kind um 18.30 Uhr von der rund 40 Meter hohen Sperrmauer in den Ausgleichsweiher gestürzt. Bei dem Sturz wurde der Mann tödlich und das Kind lebensgefährlich verletzt. Es wurde mit einem Hubschrauber in eine Dortmunder Klinik gebracht.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilten, handelt es sich bei dem Vorfall den Ermittlungen zufolge wohl nicht um einen Unglücksfall: Der 43-jährige Mann aus Hamm hat sich demnach offenbar mit Absicht von der Mauer gestürzt.

Die Mutter habe sich abends bei der Polizei gemeldet und berichtet, dass ihr in Trennung lebender Ehemann die gemeinsame elfjährige Tochter abgeholt habe, um mit ihr den Tag zu verbringen. "Über einen Internetdienst habe sie dann von dem Ehemanneine Mitteilung erhalten, dass er sich das Leben nehmen wolle", heißt es in der Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft weiter. "Zu diesem Zeitpunkt war die Drohung bereits traurige Gewissheit." (red)

Anmerkung der Redaktion:

  • Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, um keinen Anreiz für Nachahmung zu geben – außer, Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.
  • Falls Sie Suizid-Gedanken haben oder jemanden kennen, der Suizid-Gedanken hat, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge: 0800/1110111 oder 0800/1110222. Die Anrufe sind kostenlos, die Nummern sind rund um die Uhr zu erreichen.
  • Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe bietet im Internet einen Selbsttest, Wissen und Adressen zum Thema Depression an. Im Online-Forum können sich Betroffene und Angehörige austauschen. Für Jugendliche gibt es ein eigenes Forum.
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