Bevölkerungsprognose

So viele Einwohner soll Warstein bis 2040 verlieren

Die Zahl der Warsteiner, hier bei einem verkaufsoffenen Sonntag, soll bis 2040 weiter abnehmen.

Die Zahl der Warsteiner, hier bei einem verkaufsoffenen Sonntag, soll bis 2040 weiter abnehmen.

Foto: WP-Archiv

Warstein.  Die Stadt Warstein soll bis 2040 weiter Einwohner verlieren. Das geht aus einer Prognose von IT NRW hervor. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer.

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Warstein soll bis 2040 so stark schrumpfen wie sonst keine Kommune im Kreis Soest. Um 16 Prozent werde die Einwohnerzahl zurückgehen, prognostiziert das statistische Landesamt IT NRW. Damit würden dann noch 20.926 Menschen in den neun Ortsteilen leben – gegenüber knapp 25.000 zum Ende des Jahres 2018.

Trotz zuletzt wieder steigender Geburtenzahlen soll die Zahl der Unterdreijährigen besonders deutlich sinken. Statt 637 Kleinkinder zum Jahresende 2018 erwartet IT NRW 2040 noch 484 (-24 Prozent). In der Altersgruppe der 40- bis 65-Jährigen sagen die Statistiker sogar einen Rückgang um ein Drittel voraus.

Prognose: Bald fast 7000 Warsteiner im Rentenalter

Hingegen soll die Zahl der Senioren weiter zunehmen. 2040 sollen fast 7000 Menschen in Warstein leben, die älter als 65 Jahre alt sind. 2018 waren gerade knapp 6000 Warsteiner im Rentenalter.

Mit knapp 21.000 Einwohnern bliebe Warstein die viertgrößte Stadt im Kreis Soest – allerdings nur noch knapp. Geseke, das aktuell rund 3700 Einwohner weniger hat als die Wästerstadt, soll nämlich deutlich langsamer schrumpfen und 2040 mit 20.762 Einwohnern bis auf 164 an Warstein heranrücken.

Zahlen von 2014 leicht nach oben korrigiert

Hoffnung machen kann den Warsteinern allerdings der Trend der vergangenen Jahre. Mit der aktuellen Modellrechnung korrigiert IT NRW nämlich Zahlen aus dem Jahr 2014 nach oben. Damals waren die Statistiker noch davon ausgegangen, dass es 2040 genau 19.576 Warsteiner geben würde. Nun soll die Stadt die Marke von 20.000 Einwohnern immerhin halten.

Die Stadt Warstein widerspricht den Zahlen von IT NRW ohnehin seit Jahren. Beim Einwohnermeldeamt seien zum Jahreswechsel mehr als 26.000 Menschen mit Hauptwohnsitz in Warstein registriert gewesen.

IT NRW sieht für alle Kommunen im Kreis Soest einen Bevölkerungsrückgang bis 2040 voraus – mit drei Ausnahmen. Besonders stark wachsen soll demnach Rüthen, das mehr als 1300 auf dann 12.211 Einwohner gewinnen soll (+12,0 Prozent). Auch für Lippstadt (+2,2) und Möhnesee (+1,5) ist die Prognose positiv. Besonders herbe Einbußen müssen demnach neben Warstein auch Werl (-15,9), Bad Sassendorf (-12,1), Anröchte (-10,8) und Welver (-10,1) hinnehmen.

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