Krankenhaus

OP-Saal wird 2016 modernisiert

MVZ Medizinisches Versorgungszentrum Warstein, Warsteiner Krankenhaus, Warstein, Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

MVZ Medizinisches Versorgungszentrum Warstein, Warsteiner Krankenhaus, Warstein, Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Foto: www.blossey.eu

Warstein.   Eine Modernisierung des OP-Saals, eine noch engere Zusammenarbeit mit dem LWL und eine flächendeckende Unterstützung der niedergelassenen Fachärzte – der neue Geschäftsführer des Warsteiner Krankenhauses ist zwar erst wenige Tage im Amt, Gunnar Stammen formuliert jedoch schon ehrgeizige Ziele: Noch in diesem Jahr soll mit der Modernisierung des OP-Saals begonnen werden.

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„Mit Blick auf das, was wir als Krankenhaus im Angebot haben und was wir aufgrund unseres Personals leisten können, müssen wir die Modernisierung des OPs voran treiben“, erklärt Gunnar Stammen im Gespräch mit der WP, wieso der OP-Saal ganz oben auf seiner Liste steht, „das Thema habe ich gewissermaßen geerbt, das stand schon lange fest. Nun werden wir es 2016 definitiv anpacken.“

Modernisierung

Konkret bedeutet dies: Mitte März beginnen die Arbeiten im OP-Saal; erste Vorarbeiten wurden bereits 2015 unter Stammens Vorgänger Stefan Kentrup ausgeführt. „Wir bieten viele Spezialisierungen in unserem Haus an, darauf müssen wir auch unseren OP-Bereich immer wieder neu ausrichten, um einen Status Quo zu haben, der uns zukunftsfähig macht“, so Stammen, „das ist auch ein Signal für die Menschen, die hier arbeiten: Es wird Geld in die Hand genommen und investiert.“

Kooperationen

Stammen, der durch seine langjährige Arbeit als Leiter der Kaufmännischen Abteilungen der LWL-Gesundheitseinrichtungen im Kreis Soest in Warstein zahlreiche Verbindungen hat, möchte künftig auch die bereits bestehenden Netzwerke und Kooperationen des „Maria Hilf“ ausbauen. „Der LWL ist ein ganz wichtiger Ankerpartner, weil er ein sehr hohes Renommee nach Außen hat und ein verlässlicher Partner ist“, lobt Stammen seinen ehemaligen Arbeitgeber, „wir haben ganz viele Anknüpfungspunkte. Da gibt es durchaus noch weitere Möglichkeiten, wo ich schon in Gesprächen bin.“ Doch nicht nur die Kooperation mit dem LWL sieht Gunnar Stammen als entscheidenden Baustein für das Gelingen seiner Arbeit an – die Herausforderungen liegen aus seiner Sicht auch im Zusammenspiel zwischen niedergelassenen Ärzten und dem Krankenhaus.

„Wir alle sind vom demografischen Wandel betroffen. In diesem Zusammenhang reden wir auch über eine Spezialisierung der Altersmedizin“, sieht Stammen die Wechselwirkung der immer älter werdenden Gesellschaft auf die medizinische Versorgung, „da sind wir im Krankenhaus schon sehr gut aufgestellt. Da ist nur die Frage: Wie präsentieren wir uns am Markt? Und wie bekommen wir es in Konnektivität mit den niedergelassenen Kollegen hin, dass wir Patientenströme für unseren Standort sichern können?“

Perspektiven

Man müsse verhindern, dass Patienten gezwungenermaßen nach Lippstadt oder Soest abwanderten. Die Medizinischen Versorgungszentren in Warstein und Anröchte spielten hier eine Schlüsselrolle: „Wenn wir es nicht schaffen, die Stellen der Fachärzte im niedergelassenen Bereich nachzubesetzen, dann wird die Verbindung der Medizinischen Versorgungszentren zu den niedergelassenen Allgemeinmedizinern immer wichtiger“, meint Gunnar Stammen.

Nur wenn diese Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Krankenhauses und des Medizinischen Versorgungszentrums hätten, könne man die Patienten tatsächlich in der Region halten. Der Geschäftsführer sieht hier eine gemeinsame Verantwortung von Politik und Krankenhaus: „Da ist ja jedem dran gelegen, dass man nicht sonst- wohin fahren muss.“

Qualität

Das Krankenhausstrukturgesetz, das im vergangenen Jahr für Schlagzeilen sorgte und insbesondere die Rolle der Krankenhäuser im ländlichen Raum thematisierte, sieht Gunnar Stammen dagegen gelassen. „Es ist ein Stück weit entschärft worden.“ Das Thema „Qualität“, was in diesem Kontext immer wieder auftauche, sei für das „Maria Hilf“ ohnehin keines, worauf man nicht vorbereitet sei: „Hätten wir in den vergangenen Jahren hier keine Qualität gemacht, dann würde es uns hier gar nicht mehr geben“, wird Gunnar Stammen deutlich, „jetzt wird das Ganze einfach mit einem Katalog hinterlegt und zu irgendeinem Zeitpunkt wird Geld daran hängen. Darauf bereiten wir uns jetzt vor.“

Marketing

Eine ganz andere Baustelle hat Gunnar Stammen in seiner ersten Chefarztkonferenz im „Maria Hilf“ weit oben auf die Liste gesetzt: Marketing. „Ich möchte das Krankenhaus als Marke etablieren. Wir sind uns intern einig, dass die Region dabei eine Rolle spielen muss“, verrät Stammen erste Gedankenspiele, „wir haben sehr kurze Wege, wir agieren sehr gut mit den niedergelassenen Ärzten – das sind alles Vorteile, die ich für die Region widergespiegelt haben möchte.“

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