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Neues Feuerwehrhaus in Warstein geplant

Steht kurz vor dem Abriss: Das Kolpinghaus muss dem neuen Standort der Feuerwehr in Warstein weichen. Direkt am Ortseingang kommt dem Neubau aus städtebaulicher Sicht eine besondere Bedeutung zu. Foto: Thorsten Streber

Steht kurz vor dem Abriss: Das Kolpinghaus muss dem neuen Standort der Feuerwehr in Warstein weichen. Direkt am Ortseingang kommt dem Neubau aus städtebaulicher Sicht eine besondere Bedeutung zu. Foto: Thorsten Streber

Warstein.   Erste Ideen für das neue Feuerwehrhaus in Warstein gibt es bereits. Architekten präsentieren Pläne auf dem Gelände des Kolpinghaus.

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„Da könnte ein Leuchtturm-Projekt entstehen.“ Mit Zuversicht geht Architektin Uta Löer gemeinsam mit ihren Kollegen Johannes-Ulrich Blecke und Luzia Fleißig die Planungen für das neue Feuerwehrhaus in Warstein an – allen Widrigkeiten zum Trotz.

Denn das vorgesehene Grundstück am Fliegenpark ist für ein Feuerwehrhaus verhältnismäßig schmal. Einen ersten Vorentwurf präsentierten die Architekten am Dienstag im Bauausschuss.

„Wir müssen uns schnurartig an der Wäster entwickeln“, hebt Luzia Fleißig die Bedingungen hervor. Zentraler Punkt der neuen Feuerwache auf dem Gelände des früheren Kolpinghauses soll die Fahrzeughalle werden.

Nördlich davon, an der Grenze zum Dänischen Bettenlager, entsteht ein Anbau für Lager, Werkstatt und die Räumlichkeiten der Jugendfeuerwehr. „Dort hätten sie einen Bereich für sich“, will die Architektin die Eigenständigkeit der Jugendlichen betonen.

Parkplätze im Süden

Südlich an die Fahrzeughalle schließen sich der Sanitärbereich, Aufenthalts- und Schulungsräume sowie Büros für die Führungskräfte an. Der verbleibende Platz bis zum Buswendeplatz an der Walkemühle wird für Parkplätze genutzt.

„Die Haupteinsatzrichtung wird der Norden sein“, erläutert Johannes-Ulrich Blecke, „wenn die Parkplätze im Süden liegen, kreuzen sich die ausrückenden Feuerwehrfahrzeuge nicht mit den Autos der ankommenden Einsatzkräfte.“

Insgesamt wird die Nutzfläche am Ende bei rund 1300 Quadratmetern liegen, wovon die Fahrzeughalle rund ein Drittel ausmachen wird. In einem Arbeitskreis mit Vertretern der Feuerwehr wurden die Pläne bereits besprochen.

„In diesem frühen Stadium können wir die Anregungen der späteren Nutzer noch aufnehmen“, lobt Johannes-Ulrich Blecke die Zusammenarbeit.

Zur Gestaltung des Gebäudes machte das Architekten-Trio am Dienstag noch keine Angaben. „Wir befinden uns an prominenter Stelle am Ortseingang“, will Uta Löer allerdings einen Blickfang schaffen.

Im Moment sei der erste Eindruck, den Autofahrer von Warstein erhalten der Giebel des Dänischen Bettenlagers. „Das ist nicht besonders schön“, sagt Blecke.

Und noch eine Besonderheit sprach Uta Löer an: „Unser Gebäude hat keine Rückseite.“ Aus allen Richtungen sei das Haus sichtbar – von der Walkemühle aus sogar von oben. „Selbst das Dach ist im Grunde eine Fassade.“ Entsprechend attraktiv soll der Neubau wirken.

Auf Baustoff Holz geeinigt

Der wichtigste Baustoff für das Feuerwehrhaus soll Holz sein, darauf hatten sich alle Beteiligten schon früh geeinigt und sich daraufhin auf das Architektentrio verständigt.

Johannes-Ulrich Blecke aus Belecke hat viel Erfahrung mit Holzbauweisen – unter anderem beim Lörmecketurm. Luzia Fleißig hat in Niederense bereits ein größtenteils hölzernes Feuerwehrhaus geplant.

Uta Löer stammt aus Uelde, arbeitet inzwischen aber in einem Architekturbüro in Köln, ihr Schwerpunkt ist die städteplanerische Einbindung.

Der Neubau ersetzt das Feuerwehrhaus im Stadtzentrum, das zu klein und zu verwinkelt für die aktuellen Anforderungen ist. Mit einem Baubeginn ist 2020 zu rechnen.

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