Stadtmuseum

Museumsdepot in Lippstadt erhält 335.000 Euro Förderung

Förderbescheid für den Bau eines Museumsdepots: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe unterstützt das Vorhaben des Stadtmuseums mit insgesamt 335.000 Euro.

Förderbescheid für den Bau eines Museumsdepots: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe unterstützt das Vorhaben des Stadtmuseums mit insgesamt 335.000 Euro.

Foto: Tanja Frohne

Lippstadt.   Der Landschaftsverband unterstützt den Umbau des ehemaligen Hella-Werkes zu einem Museumsdepot. Das Konzept überzeugt den LWL.

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Mit der Höchstsumme gefördert und außerdem das letzte Museumsdepot, das überhaupt eine Förderung erfährt — gleich doppeltes Glück hat die Stadt Lippstadt, die in der ehemaligen Blechpresse der Firma Hella in der Hospitalstraße, dort, wo die Wurzeln des Unternehmens liegen, ein Depot für die Sammlungen des Stadtmuseums Lippstadt einrichten will. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe schießt insgesamt 334.952 Euro zu. Den Bewilligungsbescheid überreichte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger im Bürgerpalais Rose an Hartmut Neutzler, Fachbereichsleiter Kultur.

„Das ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem neuen Museumskonzept“, freute sich Museumsleiterin Dr. Christine Schönebeck, die im WP-Gespräch die Vorteile des Umbaus der alten Blechpresse zu einem professionellen Depot herausstellte. „Das Gebäude ist nah bei und damit besser erreichbar als ein Neubau in einem Gewerbegebiet. Außerdem wird ein Gebäude gerettet, dass industriegeschichtlich von Bedeutung ist.“

Gute Klima-Bedingungen schaffen

Das Stadtmuseum gelte es aus dem Dornröschenschlaf zu wecken, erläuterte sie anschließend beim Festakt. „Ich habe meinen Auftrag darin gesehen, die Museumsarbeit in Schwung zu bringen.“ Ein Punkt dabei ist ein professionelles Depot, in dem die umfangreichen Sammlungen des Museums, derzeit zumeist in Truhen und Schubladen gelagert, so untergebracht werden können, dass die klimatischen und brandschutztechnischen Bedingungen stimmen.

Der umfangreiche Förderantrag überzeugte den LWL, dass die kulturpolitischen Vorgaben mit der Errichtung des Museumsdepots erfüllt werden. „Kultur gehört dahin, wo Kultur ihre Wurzeln hat“, betonte Barbara Rüschoff-Parzinger. Es sei wichtig, den Charme solcher Häuser — sowohl des Stadtmuseums, das ebenfalls in die Jahre gekommen ist und dringend einer Renovierung bedarf, aber auch des ehemaligen Hella-Werkes — zu erhalten. „Solche Gebäude sind wie Geschichtsbücher, darin kann man lesen.“

Letzte Stadt, die Förderung bekommt

Einfach gemacht habe es sich der LWL mit der Bewilligung nicht, es habe mehrere Tagungen gegeben. Da das Konzept überzeugte, ist Lippstadt nun die letzte Stadt, die in den Genuss einer Depot-Förderung kommt.

„Ich hätte nicht gedacht, dass wir so schnell hier stehen und über eine fertig geplante Depot-Lösung sprechen können, freute sich Hartmut Neutzler von der Kulturverwaltung. Schließlich sei das Depot nicht nur Voraussetzung für weitere Förderungen, sondern auch für die Renovierung des Stadtmuseums. Schließlich muss dann auch die Dauerausstellung eingelagert werden.

Auf jeden Fall können nun die Gewerke ausgeschrieben werden. Und auch im Museum haben bereits die Vorbereitungen für den Umzug der Sammlungen begonnen, auch wenn dieser noch einige Zeit dauern wird. „Wir sind schon dabei zu sichten, ob beispielsweise die Kartongrößen für die Lagerung der Kleider stimmen“, so Christine Schönebeck.

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