Soester Fehde

Mit Musik und Vorträgen auf die Soester Fehde einstimmen

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Soest.   Auch in diesem Jahr wird es einige Kulturveranstaltungen als Hinführung zum Fehde-Wochenende geben.

Auch in diesem Jahr wird es einige Kulturveranstaltungen als Hinführung zum Fehde-Wochenende geben. Neben Vorträgen, die sich mit Themen der Zeit des Mittelalters nähern, laden zusätzlich eine Altarwanderung sowie das Wandelkonzert durch Soester Kirchen dazu ein, sich mit dem Zeitgeist auseinanderzusetzen und einen Bogen in die heutige Zeit zu spannen.

Den Beginn macht am Montag, 27. Juli, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus St. Patrokli Prof. Dr. Werner Freitag von der Universität Münster. In seinem Vortrag „Das lange Spätmittelalter – Die Soester Fehde als Beispiel für die Auseinandersetzungen vor und um die Reformation“ schildert er zunächst die Soester Fehde als Konflikt um die Autonomie der Stadt, um anschließend, im zweiten Schritt, die im „pactum ducale“ fest geltenden Rechte der Stadt und die wenigen Zugriffsmöglichkeiten des neuen Landesherrn, des Herzogs von Kleve, zu thematisieren. Schließlich geht es um die langfristigen Folgen der Soester Fehde für die Reformation im Sinne Luthers. Veranstalter ist der Rat christlicher Gemeinden.

In diesem Rahmen wird auch die Soester Fehde durch Landrätin Eva Irrgang sowie den Soester Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer offiziell eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Es folgen am Dienstag, 28. Juli, im Kunstsaal, Klosterstraße 13, ein Vortrag zum Thema „Kunst um 1450“ von Inga Schubert-Hartmann und am Mittwoch, 29. Juli, im Gemeindehaus St. Patrokli ein weiterer Vortrag mit dem Titel „Medizinisches Wissen im 15. Jahrhundert – Forschungsergebnisse aus den Grabungsfunden am ehemaligen Finanzamt Soest“. Referent: Dr. Christoph Schönle. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Am Donnerstag, 30. Juli, 15.30 Uhr, unternimmt Joachim Grade vom Verein für Heimat und Geschichtspflege eine Altarwanderung (Soester Altäre bis zum 15. Jahrhundert). Stationen sind St. Maria zur Wiese (Treffpunkt), St. Patrokli und St. Petri. Der Eintritt ist frei.

Und während der erste „Sturm auf die Stadt“ bereits in vollem Gange ist, lädt das Soester Kulturforum am Freitag, 31. Juli, 19.30 Uhr, wieder zum beliebten Wandelkonzert ein. Diesmal ist Treffpunkt die Paulikirche in der Ulricherstraße.

1. Station: St. Paulikirche, Musik der Frührenaissance, Teil I (Capella de la Torre, Leitung: Katharina Bäuml); 2. Station: Garten des Stadtarchivs in der Jakobistaße, „All mein Gedanken, die ich hab“ und „Ich fahr dahin, wann es muss sein“ – im Spiegel der Musikgeschichte. (Ensemble Mondial, Leitung: Michael Frangen); 3. Station: St. Petri, Musik der Frührenaissance, Teil II (Capella de la Torre); 4. Station: St. Patrokli - Kreuzgang/Innenhof, Musik des 15. Jahrhunderts arrangiert für Jazz. (Hinterhaus-Jazzband). Mit anschließender Bewirtung im Kreuzgang.

„Hinterhaus-Jazzer“ im Kreuzgang

Die Gruppe „Capella de la Torre“ (Leitung: Katharina Bäuml) kommt zum zweiten Mal anlässlich der Soester Fehde nach Soest. Zwischen ihren beiden Konzerten erwartet den Musikliebhaber im Garten des Stadtarchivs eine weitere Besonderheit: Die Uraufführung eines eigens für diesen Tag geschriebenen Konzerts von Eckhart Kuper, Hannover: „Eine musikalische Zeitreise“. Sie beginnt mit dem ‚Thema‘ im 15. Jahrhundert und durchläuft in seinen Variationen die Zeiten „von Bach bis Gershwin“. Es spielt das Bläserquintett „Ensemble Mondial“ (Leitung: Michael Frangen). Und wie immer zur „Soester Fehde“ mündet der Konzertreigen im Kreuzgang von St. Patrokli mit den „Hinterhaus-Jazzern“ und ihren Jazz-Versionen bekannter Lieder des 15. Jahrhunderts.

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